Berlin : BASF will 600 Arbeitsplätze schaffen

Chemiekonzern zieht mit Servicezentrum in den Lichtturm der Oberbaum City

Sabine Beikler

60 Meter über Friedrichshain, mit exklusivem Rundblick bis zur 15. Etage: Im Lichtturm der Oberbaum City wird der Chemiekonzern BASF nach Tagesspiegel-Informationen sein europäisches Servicezentrum aufbauen. „Wir haben am Mittwoch einen langfristigen Mietvertrag unterzeichnet“, sagte Johannes Brinkkötter, einer von zwei Berliner BASF-Geschäftsführern, dem Tagesspiegel. Vermieterin ist die HVB Immobilien AG, eine Tochter der Hypo Vereinsbank.

BASF machte keine Angaben über Miethöhe und genaue Laufzeit des Mietvertrages. Zurzeit schwanken die Preise für Gewerbeimmobilien erheblich. Branchenkenner gehen von einer Marge zwischen sechs und 14 Euro pro Quadratmeter Gewerbefläche an dezentralen Standorten aus. Mehr als 50 Unternehmen hätten sich bisher auf dem rund 46000 Quadratmeter großen Areal niedergelassen, sagte HVB-Vermarktungsmanagerin Martina Lüer.

Ab dem 1. August werden die ersten 30 BASF-Mitarbeiter in das Gebäude auf dem Gelände des früheren Narva-Glühlampenwerks nahe der Spree ziehen. Bis Ende des Jahres sollen laut Brinkkötter dort bereits 50 Beschäftigte arbeiten. Der Konzern will in Berlin ein Dienstleistungszentrum mit bis zu 600 Arbeitsplätzen errichten. Bis 2007 soll das „European Shared Service Center“ der BASF das komplette Rechnungs- und Finanzwesen aller europäischen Tochterfirmen mit Ausnahme des Stammwerks Ludwigsfelde übernehmen. Nach Angaben von Eggert Voscherau, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, will das Unternehmen in Berlin rund 50 bis 60 Millionen Euro investieren.

Für den Standort Berlin sprach laut BASF-Personalchef Hans-Carsten Hansen auch das Angebot an gut qualifizierten Arbeitskräften. Der Konzern sucht noch Bilanzbuchhalter mit kaufmännischer Ausbildung und Fremdsprachenkenntnissen. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 0621-60 59 800.

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