Berlin : Basisdemokratie

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Meine eigene Erfahrung aus Familie und Berufsleben lässt mich zum Thema „Gigantische Verschuldung“ und „Fusion“ folgendes sagen: Einfach nur streichen, funktioniert nie. Aber wie wäre es mit basisdemokratischem Vorgehen: Jede Einheit – ob Oper oder Kita – gibt eine Liste ab: Worauf können wir verzichten, was können wir einsparen. Zweitens Fusion: Ich glaube, dass bisher noch niemand eine Fusion gut hinbekommen hat. Hinterher war immer einer platt. Deswegen: Was soll das bringen? Branlin? Berlinburg? Wer als Hauptargument Einsparungen in der Verwaltung in Aussicht stellt, hat keine Ahnung davon, was „Identität“ ausmacht und stiftet. Schließlich besteht dieses super komplexe und abstrakte Gebilde Staat letztlich aus Menschen, die Werte, Verstand, Moral teilen und als Medium das Gespräch brauchen.

Wenn Politiker, statt ihre Wiederwahl zu sichern und uninteressante Häme über „Gegner“ zu schütten, ein Verfahren fänden, um „Staat“ für die darin Lebenden zu gestalten, werde ich gern und mit Einsicht Steuern, Gesundheits- und Rentensystem usw. bezahlen. Wahrscheinlich würde ich sogar ein Sparprogramm aktiv unterstützen, mit dem wir Berlin entschulden können, wenn ich die dafür aufgelegten Programme rational und emotional nachvollziehbar und glaubwürdig fände. Wie sagte sinngemäß ein kanadischer Politiker in „Bowling for Columbine“: „Wie soll ein Staat, der Randgruppen missachtet und der gegen Armut und Arbeitslosigkeit nichts tut, als bei den Schwächsten zu kürzen, geachtet werden?“

M. Gerbitz, 10715 Berlin

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