Berlin : Baubeginn für Berlins exklusivste Reihenhaussiedlung

Am Auswärtigen Amt in Mitte entstehen 47 schmale Wohnhäuser für Leute, die es sich leisten können

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Sie haben als eine der letzten den Kaufvertrag für das Grundstück unterschrieben, aber als erste mit dem Bau auf dem Friedrichswerder begonnen. Die Familie von Joachim Spitzley aus Wilmersdorf hat gestern zusammen mit Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg JungeReyer (SPD), Projektentwicklern, künftigen Nachbarn und Bauleuten den Grundstein für ihr Reihenhaus gelegt.

Denn es ist ein besonderes Reihenhaus: das erste der 47 so genannten Townhouses, die am Auswärtigen Amt entstehen sollen. Die Grundstücke sind vermessen, fast alle sind verkauft, und nach Familie Spitzley werden in den nächsten Woche noch sieben weitere Bauherren die Bagger anrollen lassen. Die ersten Familien werden in ihre handtuchschmalen Häuser im Frühjahr 2006 einziehen, fertig gestellt wird das Areal mit den angrenzenden Grünflächen voraussichtlich im Mai 2007.

Dass es so viele Interessenten für die Parzellen gab, hat die Stadtentwicklungsverwaltung überrascht. Für einige Grundstücke hatten sich acht gleichzeitig gemeldet. Dabei ist das Bauen an dieser Stelle nicht billig. Durchschnittlich 950 Euro kosten die Grundstücke pro Quadratmeter. Die Häuser, von teils sehr renommierten Architekturbüros entworfen, sind nicht unter 700000 Euro zu haben.

Eine Summe, die Joachim Spitzley auf der Bank liegen gelassen hätte, wäre er nicht am Friedrichswerder zum Zuge gekommen. Die Wohnlage in der Nähe von Gendarmenmarkt und Auswärtigem Amt hat ihn und seine Familie so gereizt, dass er das Geld investierte statt sparte. oew

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