Bauen in Mitte : Im November geht's los: Tacheles-Investor stellt Architekten vor

Die Büros Kahlfeldt sowie Grüntuch und Brandlhuber+Muck Petzet entwickeln Neubauten auf Areal der Kaufhaus- und Kunstruine.

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Das High End 54 Kino im Tacheles ist schon lange geschlossen. Im November beginnen die Arbeiten auf dem Areal.
Das High End 54 Kino im Tacheles ist schon lange geschlossen. Im November beginnen die Arbeiten auf dem Areal.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Die Architekten, die an der Oranienburger Straße das frühere Kunstquartier Tacheles sanieren und ausbauen sollen, stehen fest: die Berliner Baumeister Grüntuch Ernst Architekten, Kahlfeldt Architekten sowie das Büro von Brandlhuber + Muck Petzet. Bereits länger für die Gesamtkonzeption des Areals beauftragt ist außerdem das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron. Dies teilte der Entwickler des Gebietes mit, die „pwr development“.

Berliner Architekten mischen mit

Der ursprünglich als Kaufhaus (Friedrichstraßenpassage) und später als Kunstruine genutzte Altbau soll das Büro Herzog&de Meuron sanieren, Kahlfeldt den Altbau an der Friedrichstraße. Die Architekten von Grüntuch Ernst werden das Hotel an der Oranienburger Straße, im Nord-Osten des Areals, planen. Außerdem erarbeitet das Büro um Armand Grüntuch und Almut Grüntuch-Ernst die Architektur des im Süden an das Hotel angrenzenden Wohnhauses sowie eines weiteren Geschäfts- und Wohnhaus am Stadtplatz.

Das Kunsthaus Tacheles
Das Tacheles, einst Inbegriff der Berliner Kulturszene, wurde nach jahrelangen Auseinandersetzungen im September 2012 endgültig geräumt.Weitere Bilder anzeigen
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12.07.2013 17:59Das Tacheles, einst Inbegriff der Berliner Kulturszene, wurde nach jahrelangen Auseinandersetzungen im September 2012 endgültig...

Auf dem Areal zwischen Oranienburger und Friedrichstraße sind Wohn- und Geschäftshäuser mit einer Gesamtfläche von 85.000 Quadratmetern geplant. Noch einmal gut halb so viel Fläche schaffen die Investoren im Untergrund: Neben Parkplätzen und Flächen für die Versorgung der Gewerbemieter sollen dort auch Einzelhändler unterkommen. Im November soll die Baugrube ausgehoben werden.

Erster Investor war gescheitert

Eigentlich hätte das Grundstück schon längst bebaut sein müssen. Der schillernde Fonds-Multi Anno August Jagdfeld, der mit Geld von Anlegern und hohen Renditeversprechen das Adlon-Hotel erbauen ließ, hatte bereits vor mehr als einem Jahrzehnt für die Brache kalifornische Architekten das Projekt „Klein Amerika“ (Fünf-Sterne-Hotel, Shopping, Luxuswohnungen) zeichnen lassen. Zur Jahrtausendwende hätte der Bau beginnen sollen. Doch bis in dieses Jahr hinein passierte nichts. Dafür waren wiederholt Termine zur Zwangsversteigerung von Tacheles-Flächen anberaumt worden - und wieder geplatzt. Am Ende glückte der Verkauf der 2,5 Hektar großen Freifläche plus denkmalgeschützter Ruine an das US-Unternehmen Perella Weinberg Real Estate.

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