Baumblütenfest in Werder bei Berlin : Wenn ich Königin von Werder wär'

Noch ist es ein wenig hin bis zum Baumblütenfest in Werder, das vom 25.April bis 3. Mai läuft. Doch die Vorbereitungen zur Kür der Baumblütenkönigin laufen bereits.

Enrico Bellin
3, 2, 1. Linda Nuß, Sabrina Walther, Tamara Thierschmann wollen Baumblütenkönigin werden.
3, 2, 1. Linda Nuß, Sabrina Walther, Tamara Thierschmann wollen Baumblütenkönigin werden. Foto: Enrico Bellin

Diese drei Frauen nennt man dann wohl Trio Royale: Sie wollen die Werderaner derzeit überzeugen, dass sie die beste Besetzung für den Posten der Baumblütenkönigin sind. Tamara Thierschmann, Sabrina Walther und Linda Nuß haben sich im Werderaner Schützenhaus der sechsköpfigen Jury vorgestellt, die am Sonnabend ihre Entscheidung treffen wird.

Tamara Thierschmann ist 26 Jahre alt und betreut als Erzieherin Krippenkinder. Vor 16 Jahren zog sie mit ihrer Familie aus Berlin nach Werder. Mit dem Obstanbau der Region kenne sie sich aus, ihre Eltern betreiben eine Lohnmosterei. Ebenfalls Fachfrau in Sachen Obst ist Sabrina Walther, die 21-Jährige arbeitet im örtlichen Supermarkt. „Da kann man natürlich Apfelsorten unterscheiden.“ Sie lebt seit ihrer Geburt in Werder und kam schon früh mit dem Gartenbau in Kontakt, die Großeltern bauen Obst und Gemüse an und verkaufen es auf dem Wochenmarkt. „Auch unseren Garten haben wir zum Blütenfest immer für Besucher geöffnet.“

Die mit 19 Jahren jüngste Bewerberin ist Linda Nuß, auch sie lebt seit ihrer Geburt in Werder. Vergangenen Sommer hat sie ihr Abitur an der Sportschule Potsdam gemacht, Leichtathletik ist ihre Leidenschaft. Derzeit jobbt sie in einem Modegeschäft im Werderpark. Im Oktober will sie ein Studium anfangen, bei der Polizei oder in der Immobilienwirtschaft. „Wenn ich Baumblütenkönigin werde, kann ich mir aber vorstellen, das um ein Jahr zu verschieben“, so Nuß. Mit ihrer Kandidatur wolle sie zeigen, dass sich Werderaner Jugendliche auch für ihre Stadt und deren Geschichte sowie die kulturellen Höhepunkte interessieren.

Am Sonnabend fahren die Kandidatinnen mit der Jury, die aus Vertretern der Sponsoren, des Weinbauvereins sowie des Gartenbauvereins besteht, über die Plantagen, wo sie unter anderem Obstweine am Geschmack erkennen müssen. Nach der Tour gibt jeder Juror sein Votum ab – in einem Umschlag. Daher wisse auch die Jury erst auf dem Baumblütenball am 24. April, welche Kandidatin tatsächlich gewonnen hat. Nur eine Mitarbeiterin der Stadt, die die Umschläge mit den Voten öffnet, kennt die Siegerin vorher. Sie gibt die Maße für das Baumblütenkleid an die Schneiderin weiter.

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