Berlin : Baumeister trauern: Cornelius Hertling ist tot

C. v. L.

Cornelius Hertling ist tot. Der Präsident der Berliner Architektenkammer starb, wie gestern bekannt wurde, am Mittwoch im Alter von 73 Jahren in seinem Zehlendorfer Haus. Hertling, Präsident der Architektenkammer seit deren Gründung vor 16 Jahren, begleitete mit kritischen Kommentaren den Berliner Städtebau, sein Wort hatte Gewicht. Stadtentwicklungssenator Peter Strieder würdigte am Freitag im Namen des Senats den Verstorbenen als leidenschaftlichen Kämpfer für die Berliner Baukultur. "Mit der Zusammenführung der Architektenverbände unserer ehemals geteilten Stadt hat er sich bleibende Verdienste erworben", so Strieder. Die Architektenkammer Berlin sei unter seiner Präsidentschaft zu einer kulturell wichtigen Institution geworden, die sich auch mit Architekturjahrbüchern und Ausstellungen über Berliner Planungen weit über die Grenzen der Stadt hinaus einen Namen gemacht habe.

Hertling hatte an der damaligen Hochschule der Künste in Berlin studiert, war Mitarbeiter der Architekten Max Taut und Peter Poelzig und arbeitete vorübergehend in London, bis er sich 1972 mit einem Architektenbüro selbstständig machte. Hertling galt als Spezialist für Krankenhausbauten. Verheiratet war er mit Nele Hertling, der Intendantin des Hebbel-Theaters.

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