Baupläne : TU gegen Riesenrad am Zoo

Die Technische Universität (TU) Berlin hat das auf dem Zoo-Gelände geplante Riesenrad erneut kritisiert. Es würde dem Ausbau des Areals zum zentralen Hochschul-Campus im Wege stehen, so TU-Präsident Kurt Kutzler.

Berlin - Nach dem Ausstieg der Anschutz Entertainment Group aus den Planungen für ein Riesenrad auf einem Areal am Ostbahnhof wachsen die Chancen für den Konkurrenz-Standort am Zoo. Dort will die Great Berlin Wheel GmbH & Co KG ein Riesenrad errichten.

Der Senat müsse klären, welches Zukunftskonzept tragfähig sei, sagte Kutzler: "Das eines Rummelplatzes mit Verkehrsbeeinträchtigungen erheblichen Ausmaßes oder das eines Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes mit hochwertigen Arbeitsplätzen". Die TU will ihr Areal nach eigenen Angaben bis 2012 als "zentralen Campus" ausgestalten und dafür alle Mietgebäude aufgeben. Ziel sei, in der City einen Wissenschaftsstandort als Alternative zum Technologiepark Adlershof zu schaffen. Dafür brauche die TU Gebäude und Laboratorien für rund 600 Wissenschaftler.

Störung der Tiere befürchtet

Zuvor hatte sich bereits der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung gegen den Bau eines 175 Meter hohen Riesenrades in unmittelbarer Nähe zum Zoologischen Garten gewandt. Die Experten befürchten, dass vor allem in den Wintermonaten durch die Beleuchtung des Rades bis in die Nacht der Tagesrhythmus der Tiere in empfindlichem Maße gestört werden könnte. Eine Gefahr sehen sie insbesondere für die vom Aussterben bedrohten Nashörner, die sich unter Umständen nicht mehr fortpflanzten. (tso/ddp)

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