Baustelle : Stau, Lärm und weniger Parkplätze

Am U-Bahnhof Eberswalder Straße wird bis Ende 2009 gebaut. Die Fahrbahn bekommt einen neuen Belag.

Werner Kurzlechner
eberswalder
Staufalle Prenzlauer Berg. Die Anwohner der Eberswalder Straße werden sich an Lärm gewöhnen müssen, wenn ab kommender Woche die...Foto: Peter Meissner

Auf die Anwohner von Prenzlauer Berg kommt eine erneute Geduldsprobe zu: Von kommender Woche an wird der Verkehr rund um den Knotenpunkt U-Bahnhof Eberswalder Straße beeinträchtigt sein – 21 Monate lang. Bauarbeiter erneuern bis Ende 2009 Bürgersteige und Fahrbahn der Eberswalder Straße und der Danziger Straße. Bereits 2005 war um den U-Bahnhof massiv gebaut worden, als die Gleise der Straßenbahn neu verlegt wurden.

Betroffen ist jetzt ein rund 750 Meter langer Abschnitt zu beiden Seiten der Schönhauser Allee: von der Schwedter Straße im Westen bis zur Lychener Straße im Osten. Zunächst müssen sich bis Jahresende Anwohner der Eberswalder Straße auf Baulärm einstellen. Zudem dürfte es noch schwieriger werden, einen Parkplatz zu finden. Der Umbau der Danziger Straße erfolgt laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erst ab März 2009.

Es wird sich einiges verändern im Kiez: Die Gehwege erhalten klar abgetrennte Radwege. Zu beiden Seiten der Eberswalder Straße pflanzt die Stadt 41 Platanen und stellt neue Laternen auf. Die Anbindung von Oderberger und Schwedter Straße sowie von Lychener Straße und Knaackstraße zur Achse Eberswalder/Danziger Straße soll künftig übersichtlicher sein. An der Kreuzung, wo Lychener Straße und Knaackstraße auf die Danziger Straße treffen, erleichtert eine neue Ampel das Queren.

Den Umbau nutzen mehrere Unternehmen dazu, ihre Leitungsnetze zu sanieren: Die Wasserbetriebe erneuern ihre Trinkwasser- und Abwasserrohre, die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg wartet ihre Gasleitungen. Das haben auch die Deutsche Telekom und Vattenfall mit ihren Telefon- und Stromkabeln geplant.

Das Land Berlin steckt drei Millionen Euro in den Straßenumbau. Erst vor drei Jahren hatten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) im gleichen Gebiet ihre Gleise instandgesetzt. Die Straßenbahnen können laut Senatsverwaltung während der gesamten Bauzeit ungehindert fahren. Autofahrer müssen sich hingegen auf Staus und Umleitungen einstellen. Dabei geht es vergleichsweise harmlos los: Die Arbeiter beginnen zunächst einmal mit den Gehwegen im Teilstück zwischen Schwedter Straße und Topstraße. Solange an den Bürgersteigen gebaut wird, können Fußgänger den jeweils angrenzenden Fahrstreifen nutzen. Der Autoverkehr teilt sich die zweite Spur mit der Straßenbahn. Zu Sperrungen und Umleitungen kommt es erst während der Bauabschnitte, in denen die Straße aufgerissen wird. Die Senatsverwaltung verspricht, diese Termine jeweils rechtzeitig anzukündigen. Außerdem sollen die Lieferanten stets einen freien Weg zu Geschäften und Lokalen haben.

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