Berlin : Bayerischer Blechschaden

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Die schottische Art, eine Tomatensuppe zuzubereiten? Geht ganz einfach. Man nehme heißes Wasser – und eine rote Tasse. Aber da hatte Bob Ross , Gründer und Leiter des Ensembles „Blechschaden“, zu viel versprochen, als er beim Neujahrskonzert des Landes Bayern am Sonntagabend im Schauspielhaus wieder einer seiner zahlreichen Witze riss. Denn beim anschließenden Empfang der Bayern in ihrer Landesvertretung in der Behrenstraße gab es allerlei Leckeres, aber keine Tomatensuppe aus der Heimat des Taktstockschwingers. „Blechschaden“ heißt das Blechbläserensemble der Münchner Philharmoniker, das es sich beispielsweise zur Aufgabe gesetzt hat, Wagners „Ring“ auf drei Minuten zu komprimieren, in virtuoser wie selbstironischer Weise, verpflichtet der Tradition der schottischen BrassBands. Der Erlös der Veranstaltung kommt der Berliner Stadtmission und dem Jüdischen Friedhof in Weißensee zugute. Unter den Gästen, die der bayerische Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Reinhold Bocklet , begrüßte, waren Israels Botschafter Schimon Stein , Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm und der frühere Verteidigungsstaatssekretär Walther Stützle. Bei Brezeln, Würstl, Leberkäs und anderen Bajuwarika konnte man auf heißes Wasser gut verzichten. ac

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