Berlin : Bayern helfen Berliner Straßenkindern

Pater Thomas Astan freut sich über Geld fürs Don-Bosco-Heim in Wannsee

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Die Weißwurst, die Dienststellenleiter Hubert Hierl gestern in der bayerischen Vertretung seinen Gästen zur Brotzeit auftischte, konnte Pater Thomas Astan ohne Gewissenbisse essen. Schmal ist er geworden, seitdem er sich im Februar 1999 der Öffentlichkeit als Salesianerpater und neuer Künstlerseelsorger des Erzbistums vorstellte. Vorher war Astan vor allem als mieser Typ bekannt – in „Derrick“ und auch in TatortFolgen. Mit 40 Jahren verabschiedete sich der studierte Germanist und Kunsthistoriker sowie ausgebildete Schauspieler und Regisseur aus der schnöden Fernsehwelt, studierte in Rom Theologie und ließ sich zum Pater weihen. Im Don-Bosco-Heim in Wannsee betreut der Salesianer mit seinen Ordensbrüdern in der Aktion „Straßenkinder in Berlin“ derzeit 80 Jungen zwischen 6 und 19 Jahren. Diese erhalten dort eine Schulausbildung. Bis vor kurzem wurden sie auch in Berufen wie Tischler, Schlosser, Tierpfleger oder Köche ausgebildet. Geldmangel – die Salesianer arbeiten ohne kirchliche und im Pleite-Berlin auch ohne staatliche Zuwendungen – machte das zunichte. Da freuen sich die Salesianer über jeden gespendeten Cent – „beträchtlich mehr“ als 13000 Euro hoffte gestern Hubert Hierl, ihnen demnächst überweisen zu können. Dies als Erlös des 10. Neujahrskonzerts, zu dem der Bevollmächtigte des Freistaates Bayern, Friedrich W. Rothenpieler, gestern ins Schauspielhaus geladen hatte. Mehr als 1600 Zusagen für das vom Staatstheater München gestaltete Benefizkonzert unter Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und seiner Frau Karin zugunsten der Aktion „Straßenkinder in Berlin“ ließen Astans Hoffnung auf großherzige Spenden keimen. hema

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