Bayernwahl : Wowereit: Rückenwind für die Bundestagswahl

Eine Woche vor der Bundestagswahl haben die Bayern ihren neuen Landtag gewählt. Erste Reaktionen von Berliner Politikern

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Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit.Foto: dpa

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister, SPD: "Meinen Glückwunsch an die bayerische SPD und Christian Ude, sie haben engagiert gekämpft und zugelegt. Das ist eine gute Basis und bedeutet Rückenwind für die Bundestagswahl. Jetzt wird die SPD kämpfen und die verbleibenden Tage zur Mobilisierung nutzen."

Justizsenator Thomas Heilmann, CDU: "Das ist eine schöne Motivationsspritze für Angela Merkel und die Union. Das Ergebnis der FDP war angesichts der bayerischen Probleme zu erwarten; es war genauso prognostiziert wie dass sie bei der Bundestagswahl ins Parlament reinkommen. Die Bundestagwahl ist nicht entschieden! Die Grünen lagen vor zwei Jahren bei 24 Prozent und sind für ihre katastrophalen Steuerpläne vom Wähler hart bestraft worden."

Innensenator Frank Henkel, CDU: "Das ist eine krachende Niederlage für Rot-Grün und ein starkes Signal für die letzte Wahlkampfwoche. Von einer rot-grünen Wechselstimmung ist nichts zu spüren. Die Menschen wissen, was sie an Angela Merkel haben. Deutschland steht hervorragend da. Für linke Experimente gibt es ganz offensichtlich keinen Bedarf. Wer dem Wähler den Stinkefinger zeigt, der braucht sich über das Echo nicht zu wundern."

SPD-Landeschef Jan Stöß: "Eins kann man sagen: Schwarz-Gelb ist Geschichte. Eine gute Nachricht ist das weder für Frau Merkel noch für Deutschland, dass Horst Seehofer jetzt vor Kraft nicht laufen kann. Wir freuen uns außerdem, dass wir drei Prozent zugelegt haben."

Grünen-Landeschefin Bettina Jarasch: "Wir müssen klarer machen, warum das eine Richtungswahl hinsichtlich der Energiewende wird. Ökostrom ist eigentlich günstiger Strom, aber derzeit profitieren die falschen davon. Bei unseren Steuerplänen ist es uns nicht gelungen, klar zu machen, dass der übergroße Teil der Menschen, auch die Mittelschicht, dadurch entlastet wird."

Linken-Landeschef Klaus Lederer: "Absolute Mehrheiten sind nie gut für die Demokratie. Bayern ist ein dicker Knochen. Wir müssen uns dort stärker lokalpolitisch verankern. Für die Bundestagswahl halte ich es für denkbar, dass wir in Bayern an die fünf Prozent kommen. In den kommenden Tagen kämpfen wir für ein solides Ergebnis."

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