Bayreuth : Drei Tote und vier Verletzte bei Autounfall

Eine Familie aus Berlin krachte auf der A 9 nahe Bayreuth in ein Auto aus Sachsen-Anhalt. Die schrecklichen Folgen: drei Tote und vier Verletzte. Den Rettungskräften bot sich am Unglücksort ein Bild der Verwüstung.

Ulrich Meyer[ddp]
Unfall auf A 9
In diesem BMW aus Berlin sind auf der Autobahn 9 bei Pegnitz zwei Kinder lebensgefährlich verletzt worden. -

BayreuthBei einem schweren Autobahnunfall nahe Bayreuth sind am Samstag drei Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere wurden schwer verletzt, ein Mann erlitt leichte Verletzungen.

Ein mit vier Personen besetztes Auto aus Zeitz in Sachsen-Anhalt war auf der A 9 in Richtung Hof-Nürnberg ins Schleudern geraten und gegen die Mittelleitplanke geprallt. Ein nachfolgendes Auto aus Berlin, ebenfalls mit vier Menschen, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und rammte den Unfallwagen frontal.

Der 51-jährige Beifahrer des Unfallverursachers starb noch an der Unglücksstelle. Eine 47-jährige Frau aus demselben Wagen starb in einer Bayreuther Klinik. Beim dritten Todesopfer handelt es sich um ein 14-jähriges Mädchen aus Berlin. Sie hatte auf der Rückbank des zweiten Wagens gesessen und schwerste innere Verletzungen erlitten. Ein Rettungshubschrauber, der sie zunächst ins Klinikum Kulmbach bringen sollte, konnte dort wegen Nebels nicht landen und musste schließlich nach Jena in Thüringen ausweichen. Dort erlag die 14-Jährige nach einigen Stunden ihren Verletzungen.

Verursacher blieb unverletzt

Die anderen Verletzten, der elfjährige Bruder des inzwischen verstorbenen Mädchens sowie ihre 38-jährige Mutter und eine 49-jährige Frau aus Zeitz, wurden in Kliniken in Bayreuth und Pegnitz eingeliefert. Der 41 Jahre alte Fahrer des Berliner Wagens erlitt leichtere Verletzungen. Der Unfallverursacher selbst blieb als einziger unverletzt. Er war gerade ausgestiegen und hatte 100 Meter vor der Unfallstelle ein Warndreieck aufgestellt. Er befand sich gerade auf dem Rückweg zu seinem Fahrzeug, als es zu der Kollision auf der linken Spur der Autobahn kam.

Den Rettungskräften bot sich ein Bild der Verwüstung. Mehrere Personen waren eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Das Bayerische Rote Kreuz war mit vier Notärzten, fünf Rettungswagen und einem Rettungshubschrauber im Einsatz. Ein Notfallseelsorger kümmerte sich um die Angehörigen der Opfer und um Unfallzeugen. Die Autobahn in Richtung Süden war für rund fünf Stunden komplett gesperrt. (kj/ddp)

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