BBI-Turm : Gute Aussichten

Schon am ersten Tag wollten Hunderte zum neuen Info-Turm, um die BBI-Baustelle von oben zu sehen. Die nächsten drei bis vier Wochen sind schon fast ausgebucht.

Claus-Dieter Steyer
BBI-Turm
Airport-Aussicht. Rundumblick aus 32 Metern Höhe - nur mit Anmeldung. -Foto: ddp

Der am Mittwoch eröffnete Aussichtsturm inmitten der Baustelle für den Großflughafen in Schönefeld könnte sich zu einem der gefragtesten Ausflugsziele der Region entwickeln – gestern gab es einen regelrechten Besucheransturm. „In den ersten drei Stunden zählten wir mehr als 100 Anrufe“, bestätigte Hans-Joachim Henning vom Besucherdienst, der die Anmeldungen für einen Turmbesuch entgegen nimmt. „Das Echo hat uns selbst total überrascht. Aber die Menschen stecken eben voller Neugierde auf den neuen Airport“, sagte er gestern. In den nächsten drei bis vier Wochen gebe es nur noch wenige freie Plätze.

Auch ein persönliches Erscheinen im Informationszentrum „airportworld bbi“, an dem die Touren zum Info-Turm starten, verhilft Besuchern nicht zu einem Ticket. Sie erhalten dort lediglich einen kleinen Zettel mit der Telefonnummer des Besucherdienstes. „Wir können da nichts machen. Die Plätze werden ausschließlich telefonisch vergeben“, hieß es dort gestern.

Maximal 54 Menschen dürfen in den vier Mal täglich abfahrenden Bus einsteigen. Dieser braucht je nach Verkehrsdichte zwischen 15 und 20 Minuten bis zum Vorplatz des Info-Towers. Mit dem Auto oder Fahrrad ist nicht möglich zum Info-Tower zu fahren, da die Tour über meist provisorische Baustraßen mit einem regen Verkehr von Baggern, Kippern und Betonmischern führt.

Die Mitfahrt im Bus kostet zehn Euro pro Person. Von den Einnahmen wird auch der Besucherführer bezahlt, der schon während der Fahrt mit seinen Erklärungen beginnt. Auf der 32 Meter hohen Turmplattform hilft er bei der Orientierung auf dem rund 2000 Fußballfelder großen Gelände. Fernrohre ermöglichen den entsprechenden Weitblick.

Die ersten Gäste reagierten beim Blick auf das alte und neue Flugplatzgelände gestern durchweg begeistert. So gewaltig hatten sich viele von ihnen das Areal, auf dem am 1. November 2011 der neue Flughafen eröffnet werden soll, nicht vorgestellt. Vor allem fällt die mehr als 400 Meter lange und 60 Meter breite Baugrube für den sechsgleisigen Flughafenbahnhof auf. Im Moment werden gerade die Betonpfeiler für die Station bis zu 20 Meter tief in den Untergrund gerammt. Über dem Bahnhof soll sich später das Terminal erheben. Derzeit sind die Gäste vor allem auf die Angaben des Besucherführers und die Geländepläne im Turm angewiesen. In Kürze soll zusätzlich ein Pavillon neben dem Info-Tower über das aktuelle Baugeschehen Auskunft geben.

Die Besuchstermine für die ersten Wochen sicherten sich vor allem am Bau beteiligte Firmen. Viele Beschäftigte wollten ihren Familien und Freunden ihren Arbeitsplatz zeigen. „Falls der Ansturm aber so anhält, werden wir bestimmt mehr Möglichkeiten für die vielen Interessenten suchen“, versicherte „Turm-Chef“ Hans-Joachim Henning.

Besuche des Info-Towers sind nur nach telefonischer Anmeldung unter Telefon: 60 91 22 50 montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr möglich. Der Bus fährt um 10.30, 12.30, 13.30 und 16.30 Uhr ab.

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