Berlin : Beachtlicher Erfolg für Freie Wähler „Plan B“ gewinnt in Zossen rund 30 Prozent

In vielen Wahlbezirken fuhren die unabhängigen Wählervereinigungen beachtliche Erfolge ein. Am auffälligsten war das Ergebnis der Listenvereinigung „Plan B“ in Zossen und Umgebung im südlichen Berliner Umland. Sie kam hier auf rund 30 Prozent aller Stimmen und ließen damit im ersten Anlauf die etablierten Parteien weit hinter sich. „In festgefahrenen Situationen braucht man einen ‚Plan B’ um voranzukommen“, erklärte die Spitzenkandidatin Michaela Schreiber, Bürgermeisterin von Zossen, den ungewöhnlichen Namen. Hier hätten sich mehrere Bürgerbewegungen zusammengeschlossen, um unabhängig für das Gemeinwohl zu streiten. Zu den Schwerpunkten gehören die Jugendarbeit, die Ausstattung der Kitas mit ausreichenden Erziehern und die Erhaltung aller vier Grundschulen.

Die aus Gegnern des Braunkohle-Tagebaues bestehende „Klinger Runde“ zieht mit 4,8 Prozent in den Kreistag Spree-Neiße ein. Die gegen „landschaftsverschandelnde Windkraftanlagen“ kämpfende Initiative „Rettet die Uckermark“ erreichte im Nordosten des Landes gestern neun Prozent. Auf dem gleichen Niveau lag in mehreren Landkreisen auch das Ergebnis der Bürger-und Wählerinitiative/ 50 Plus. „Wir konnten unsere Position hinter SPD, Linke und CDU vielerorts als vierte Kraft stärken“, sagte der Vorsitzende Peter Vida. In Bernau zieht die Initiative nun mit neun Prozent und vier statt drei Abgeordneten ins Stadtparlament ein.

In mehreren Landkreisen setzten sich auch die Bauernvereinigungen durch. In Ostprignitz-Ruppin kamen sie auf acht und in Teltow-Fläming auf sieben Prozent. In den Landkreisen Ostpriegnitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark und Uckermark erreichten die Wählergruppen insgesamt überall rund 15 Prozent.

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