Berlin : Beamter bediente sich im Sozialamt selbst Kontrolle war abgeschafft worden

Mann wegen Untreue angeklagt

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Gelegenheit macht nicht nur Diebe. Als das VierAugen-Prinzip im Sozialamt Steglitz-Zehlendorf abgeschafft wurde, soll der Beamte Uwe A. sich selbst bedient haben – es merkte ja keiner. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 39-Jährigen erhoben, wegen Untreue in 40 Fällen. Uwe A. soll von September 2001 bis April 2002 in der Stelle für Bürgerkriegsflüchtlinge und Obdachlose rund 136000 Euro auf ein privates Konto überwiesen haben, teilte die Justiz am Montag mit. Zur Verschleierung soll er bei den Überweisungen die Namen tatsächlich existierender Sozialhilfeempfänger angegeben haben. Von dem Geld kaufte sich der Mann unter anderem einen Geländewagen. Das Fahrzeug wurde nach Entdeckung der Taten sichergestellt und zugunsten des Bezirksamtes versteigert. Uwe A. habe den Tatvorwurf eingeräumt. Im Sommer 2001 war in dem Bezirksamt bei der Bearbeitung von Rechnungen das Vier-Augen-Prinzip abgeschafft und erst im März 2002 für Rechnungen von mehr als 1500 Euro wieder eingeführt worden. Der Schwindel flog Anfang Juli 2002 auf. Da Uwe A. Mitglied im CDU-Kreisvorstand war, geriet anschließend der zuständige CDU-Sozialstadtrat in die Kritik.Ha

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