Berlin : Behindertenintegration: An Grundschulen verbleiben nun doch mehr Stellen

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Die Grundschulen mit Behindertenintegration müssen im kommenden Schuljahr nur halb so viele Stellen abtreten wie zunächst angenommen. Die "Feinplanung" habe ergeben, dass an den Oberschulen weniger Lehrer für die gemeinsame Beschulung benötigt würden als erwartet. Damit könnten rund 25 Stellen an den Grundschulen verbleiben, teilte Schul-Staatssekretär Thomas Härtel (SPD) auf Anfrage mit. Die Lage der am stärksten betroffenen Einrichtungen werde damit "entschärft".

Wie berichtet, war den Schulen im Mai mitgeteilt worden, dass sie pro behindertem Kind künftig statt 5,5 nur noch 4,5 zusätzliche Lehrerstunden verplanen dürften. Als Grund wurde angegeben, dass zunehmend auch Kinder an den Oberschulen versorgt werden müssten, ohne dass die Mittel dafür aufstockt werden könnten: Der Finanztopf für die Behindertenintegration ist seit Jahren auf insgesamt 1160 Stellen "gedeckelt". Für Schulen mit einem hohen Anteil behinderter Kinder hätte dies den Verlust von zwei Lehrern bedeuten können. Mühevoll erstellte Förderkonzepte brächen zusammen, hatte etwa die Schöneberger Fläming-Schule gewarnt.

Härtel betont, dass es generell bei der Beschränkung auf 4,5 Stellen bleibe. Allerdings sollten Schulen, in denen die Lage "besonders prekär" sei, von dem Stellenrücklauf profitieren. Den geringeren Oberschul-Bedarf begründet Härtel unter anderem damit, dass Eltern sich kurzfristig "anders entschieden" hätten.

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