Berlin : Behörde kontrollierte Arbeiten an Neuköllner Wohnblock

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Das Landesamt für Arbeitsschutz (LAGetSi) hat gestern bestätigt, dass bei Asbestsanierungs-Arbeiten im Neuköllner Joachim-Gottschalk-Weg eine Gefahr durch Staubentwicklung zeitweilig nicht ausgeschlossen war. Die Asbestzement-Platten, die von der Fassade des Wohnblocks in der Gropiusstadt entfernt werden, seien an sich unbedenklich, eine Gefährdung jedoch möglich, wenn "unsachgemäß mit ihnen umgegangen wird", sagte gestern Asbestexperte Bernd Horn. Auf Beschwerden hin habe die Behörde die Baustelle zweimal begutachtet. Dabei sei festgestellt worden, dass beim Entfernen von Farbe an Balkonbrüstungen auch Asbestzementplatten beschädigt worden seien. Das Amt habe eine Reinigung des Baugerüstes mit einem Spezialstaubsauger angeordnet. Wie berichtet, hatten Vertreter von Bündnis90 / Grüne am Montag die "gefährliche Fassadensanierung" kritisiert. Nach Angaben des Verbandes der Faserzement-Industrie enthalten Fassadenplatten des verwendeten Typs etwa 15 Prozent stark gebundenen Asbests. Sie seien nicht zu vergleichen mit dem Spritzasbest, der im Palast der Republik gefunden wurde, und der bis zu 90 Prozent Asbest enthält. Deshalb gebe es bei Asbestzement auch keine Sanierungspflicht.

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