Berlin : Bei der BVG droht ab Dienstag ein Warnstreik

Bei der BVG kann es ab Dienstag einen Warnstreik geben, der bis zu vier Stunden den Betrieb lahmlegen könnte. Die Entscheidung will die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi nach einer weiteren Verhandlungsrunde mit der Arbeitgeberseite am Montag treffen. Zwei je vierstündige Warnstreiks seien vom Bundesvorstand genehmigt, sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann am Freitag.

Verdi hat den Manteltarif gekündigt und fordert unter anderem eine Beschäftigungsgarantie für Fahrer, die aus gesundheitlichen Gründen den Job nicht weiter ausführen können sowie längere Pausen zwischen den Fahrten. Umstritten sind auch Regelungen bei der Höchstarbeitszeit und bei der Nachtruhe. Die Verhandlungen laufen seit neun Monaten.

Claudia Pfeiffer, die Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes, der die Verhandlungen auf Arbeitgeberseite führt, forderte Verdi auf, „nicht mit unnützen Drohgebärden das Verhandlungsklima zu gefährden“. Aus Arbeitgebersicht seien die Verhandlungen „auf dem Weg der Annäherung“.

Wie viele der etwa 7000 Verdi-Mitglieder unter den 12 000 BVG-Beschäftigten sich an einem Warnstreik beteiligen würden, ist ungewiss. Der Mobilisierungsgrad sei geringer als bei Verhandlungen übers Einkommen, heißt es selbst bei Verdi. Andererseits sei die Stimmung bei der BVG so schlecht, dass ein Streik hier auch ein Zeichen setzen könne.

Ein angekündigter Warnstreik der Konkurrenzorganisation DBB-Tarifunion, zu der auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer gehört, war im Frühjahr fast wirkungslos verpufft. kt

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