• Bei einem Streit verletzte ein 57-jähriger seine Partnerin lebensgefährlich und erhängte sich anschließend

Berlin : Bei einem Streit verletzte ein 57-jähriger seine Partnerin lebensgefährlich und erhängte sich anschließend

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Bei einem bisher nicht erklärbaren Beziehungsdrama wurde am Montag abend in Köpenick eine 47-jährige Frau durch Messerstiche schwer verletzt. Der Täter, der zehn Jahre ältere Lebenspartner der Frau, erhängte sich nach der Tat.

Das blutige Drama begann gegen 21.20 Uhr vor der gemeinsamen Wohnung des Paares an der Pablo-Neruda-Straße. Zwischen den seit Jahren zusammen lebenden Partnern kam es zu einem lautstarken Streit, in dessen Verlauf der Mann zu einem Messer griff und offenbar in blinder Wut auf die Frau einstach. Sie wurde durch Stiche unter anderem am Hals, im Gesicht und an den Händen lebensgefährlich verletzt.

Die Schwerverletzte blieb blutüberströmt im Treppenhaus liegen und wurde von Bewohnern gefunden, die auch die Feuerwehr und die Polizei benachrichtigten. Nach der Bluttat flüchtete der Mann vom Treppenhaus in die Wohnung. Ein Notarzt leistete der Frau Erste Hilfe, die Feuerwehr brachte sie anschließend ins Krankenhaus, wo sie operiert wurde. Sie ist zwar inzwischen außer Lebensgefahr, aber noch nicht vernehmungsfähig und konnte daher von der Polizei zum Ablauf der Tat und deren Hintergründen noch nicht befragt werden. Vermutlich wird dies erst heute der Fall sein.

Um den vermeintlich schwer bewaffneten Täter stellen zu können, wurde ein Sondereinsatzkommando (SEK) angefordert. Nachdem die Beamten in die Wohnung eingedrungen waren, fanden sie den Mann am Ende des Flures: Er hatte sich erhängt. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Was zu der tragischen Bluttat führte, ist derzeit noch vollkommen unklar. Die Bewohner des Hauses sind über die Tragödie erschüttert. Sie schilderten das Paar als unauffällig. Es sei bisher auch nie etwas von lautstarken Streitereien der beiden 47 und 57 Jahre alten Lebenspartner bekannt geworden.

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