Berlin : Beim Bundesparteitag kam nur Kittelmann durch - Diepgen trat nicht an

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Der Berliner CDU ist es beim Bundesparteitag der Union in Essen nicht gelungen, einen Kandidaten aus den eigenen Reihen in den Parteivorstand wählen zu lassen. Der Regierende Bürgermeister und CDU-Landeschef Eberhard Diepgen begnügte sich damit, "kraft Amtes" (als Ministerpräsident eines Bundeslandes) im Präsidium der Bundespartei vertreten zu sein. Er hätte auch, wie der thüringische Regierungschef Bernhard Vogel, zur Vorstandswahl antreten können. Vogel erzielte bei der Beisitzer-Wahl mit Abstand das beste Ergebnis.

Stattdessen kandidierte der kulturpolitische Sprecher der Berliner CDU und Vize-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, Uwe Lehmann-Brauns, für einen Beisitzerposten im CDU-Bundesvorstand. Er fiel aber mit Pauken und Trompeten durch. Lehmann-Brauns erhielt im ersten und einzigen Wahlgang für die 26 Beisitzer mit 36,6 Prozent der Stimmen das schlechteste Ergebnis. Die ehemalige Kultursenatorin Christa Thoben blieb, wie berichtet, bereits am Montag bei der Wahl zum CDU-Präsidium ohne Erfolg. Sie war von der Berliner CDU-Führung nominiert worden. Viele Delegierte aus ihrem Heimatverband Nordrhein-Westfalen versagten ihr aber die Gefolgschaft.

Der CDU-Landesverband Berlin ist mit seinen 24 Bundesparteitags-Delegierten auf die Unterstützung der großen Landesverbände angewiesen, wenn er einen Kandidaten durchbringen will. Rückendeckung erhielt gestern nur der ehemalige Europa-Abgeordnete Peter Kittelmann, ein treuer politischer Weggefährte Diepgens seit den 60er-Jahren. Er wurde vom CDU-Bundesparteitag in den Vorstand der Europäischen Volkspartei gewählt.

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