Berlin : Beinarbeit auf Argentinisch

Andreas Oswald

Wenn die argentinischen Cracks in Berlin auflaufen, kommen die hiesigen Anhänger aus dem Staunen nicht heraus. Auch wenn die außerordentlichen Beinkünste eigentlich nichts Neues für die Argentinier sind. Tango ist nun mal fester Bestandteil ihres Lebensgefühls.

Was in dieser Hinsicht von Deutschen geboten wird, ist zwar auch nicht schlecht, aber was die Gäste da hinlegen, das macht von den Zuschauern so schnell keiner nach. Und man schaut es sich immer wieder gerne an. Gäste aus Argentinien sind fast immer ein fester Bestandteil, wenn sich hiesige Anhänger zusammenfinden.

Eigentlich kommt es ja auf die Beinkünste nicht so sehr an, sagen die meisten, sondern auf etwas ganz anderes. Aber wenn bei bühnenreifen Auftritten die Füße zweier Menschen sich derart blitzschnell ver- und enthaken, dass der Betrachter gar nicht mehr nachvollziehen kann, warum die nicht fürchterlich auf die Nase fallen, da träumt dann doch mancher davon, es dem einmal nachtun zu können.

Überall in der Stadt gibt es jeden Abend in der Woche Gelegenheit, argentinische Beinarbeit zu üben. Im Tangoclub des „Ballhauses Walzerlinksgestrickt“ zum Beispiel, der immer am Freitagabend stattfindet, oder samstags im „Ballhaus Rixdorf“, oder im „Tangoloft“ in den Weddinger Gerichtshöfen. Wer hier Männer kennen lernt, hat gute Chancen, nicht die ganze Zeit mit dem jetzigen Thema Nummer eins behelligt zu werden – wenn man nicht gerade an einen Argentinier gerät.

Tangoloft, Wiesenstraße 62, samstags ab 21 Uhr. Ballhaus Rixdorf, samstags 21 Uhr 30, Kottbusser Damm 76. Ballhaus Walzerlinksgestrickt, Am Tempelhofer Berg 7d, freitags 21 Uhr 30. Informationen im Internet unter www.tangoberlin.de zu finden.

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