Berlin : Beliebte Wachschützer

Neukölln: Weitere Schulen wollen Eingangskontrollen

Berlin - Aller Skepsis des Senats zum Trotz gibt es unter Neuköllns Schulen eine rege Nachfrage nach Eingangskontrollen durch private Wachschützer. Nach den Sommerferien wollen weitere drei Schulen von dem Angebot des Bezirks Gebrauch machen, von Unterrichtsbeginn bis -schluss Bewacher am Schultor zu postieren, teilte Bildungsstadtrat Wolfgang Schimmang (SPD) gestern mit. Auch alle 13 Schulen, die sich bereits seit Dezember bewachen lassen, hätten den Antrag gestellt, weiterhin durch Wachschützer verstärkt zu werden. „Das zeigt, dass die Maßnahme ein voller Erfolg ist“, kommentierte Schimmang die eingegangenen Anträge der Schulen.

Der Bezirk hatte sich 2007 entschlossen, die Kosten für private Wachschützer zu tragen, nachdem es immer wieder zu Übergriffen durch Schulfremde gekommen war. Zuvor war ein Lehrer krankenhausreif geschlagen worden. Da der Senat sich weigerte, für „paramilitärische Einheiten“ Geld auszugeben, beschloss Neukölln, sich selbst zu helfen. Für das kommende Schuljahr werden gerade die europaweiten Ausschreibungen vorbereitet. Zur Zeit ist die Firma Germania im Einsatz. Bei den Schulen, die im Sommer neu hinzukommen, handelt es sich um die Rixdorfer Grundschule, das Hannah-Arendt-Gymnasium und die Walter-Gropius-Gesamtschule. sve

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