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Benedikt XVI. in Deutschland : Der Papstbesuch soll 25 Millionen Euro kosten

Der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland soll rund 25 Millionen Euro kosten. Davon sollen rund 3,5 Millionen Euro auf das Erzbistum Berlin entfallen, die erste Station der Papst-Visite am 22. September.

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Herzlich Willkommen. In Freiburg hängen schon Plakate, die den Papst ankündigen.
Herzlich Willkommen. In Freiburg hängen schon Plakate, die den Papst ankündigen.Foto: dapd

Es ist der übliche Preis für einen Papstbesuch: Zwischen 25 und 30 Millionen Euro soll die Visite von Papst Benedikt XVI. vom 22. bis 25. September kosten. Das sagte der Generalsekretär der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer, gestern vor Journalisten in Berlin. Langendörfer ist auch Generalkoordinator der Reise, bei der Benedikt XVI. im Herbst die Bistümer Berlin, Erfurt und Freiburg besuchen wird. Damit liegen die Kosten für den Papstbesuch etwa im Rahmen dessen, was schon der sechstägige Besuch Benedikts 2006 in den bayerischen Diözesen München-Freising, Passau und Regensburg gekostet hatte. Bereits im Mai war in allen deutschen Kirchen eine Kollekte für den Papstbesuch gesammelt worden – sie soll nach Angaben aus Kirchenkreisen rund 1,5 Millionen Euro ergeben haben.

Hostien für den Papstbesuch
Hostien dürfen auf keiner Messe fehlen. Auch nicht, wenn am 22. September der Papst nach Berlin kommt.Weitere Bilder anzeigen
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23.06.2011 09:07Hostien dürfen auf keiner Messe fehlen. Auch nicht, wenn am 22. September der Papst nach Berlin kommt.

Insgesamt wollen nach Angaben Langendörfers rund 175.000 Menschen an einem der fünf großen Gottesdienste mit Benedikt XVI. teilnehmen. Davon hätten sich nach Angaben des für das Erzbistum Berlin zuständigen Koordinators, Prälat Ronald Rother, rund 55.000 Menschen für die Papstmesse im Berliner Olympiastadion angemeldet. Damit ist die Berliner Papstmesse von allen Gottesdiensten bislang am stärksten nachgefragt. „Und es steht jetzt schon fest, dass wir das Olympiastadion füllen werden“, so Rother. „Ich bin froh, dass der Heilige Vater dem Ortswechsel zugestimmt hat.“ Rother kündigte an, das Erzbistum wolle aus der Sportstätte, wo der Papst die einzige öffentliche Messe während seines Berlin-Aufenthaltes feiern wird, eine große „Freiluft-Kirche“ machen: „Wir bauen einen Altar, wir werden ein Kirchenschiff haben, sowie Emporen ringsum, eine Sakristei, mehrere sogar, für den Papst, die Bischöfe und die Priester.“ Für den Gottesdienst würden 450 Hostienschalen benutzt, und die Benediktinnerinnen im südbrandenburgischen Kloster Alexanderdorf seien beauftragt, 80.000 Hostien extra für diese Eucharistiefeier zu backen. Da ein Gottesdienstbesucher in der Regel mit einer Hostie kommuniziert, rechnet das Erzbistum also ganz offenbar mit noch deutlich mehr Gottesdienstbesuchern, als sich bislang angemeldet haben.

In den anderen Diözesen ist die Nachfrage nach Karten für die Papstbesuche zwar gut, aber bei fast allen Gottesdiensten ist noch reichlich Platz vorhanden. So hätten sich bislang rund 40.000 Menschen für die Marienvesper mit dem Papst  an der Eichsfelder Wallfahrtskapelle Etzelsbach angemeldet, so der Erfurter Generalvikar Raimund Beck. Die Kapazitäten würden aber für bis zu 100.000 Menschen reichen. Überfüllt ist dagegen die Messe auf dem Erfurter Domplatz: Von den rund 42.000 Anmeldungen können aus Sicherheitsgründen nur rund 30.000 Kartenwünsche berücksichtigt werden. Für die Jugendvigil auf dem Freiburger Flugplatz haben sich bislang etwa 20.000 Menschen angemeldet, für die Eucharistiefeier zum Abschluss des Besuchs in Freiburg etwa 47.000 Besucher.

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