• BER: Streit über Nachtflüge und Schallschutz: In Schönefeld wird demonstriert - und besichtigt

BER: Streit über Nachtflüge und Schallschutz : In Schönefeld wird demonstriert - und besichtigt

Die Bürger gehen wieder auf die Straße: Bei einer Großkundgebung am Sonnabend in Schönefeld wollen sie Matthias Platzeck an sein Versprechen erinnern, sich für ein Nachtflugverbot einzusetzen. Zur gleichen Zeit haben Interessierte die Möglichkeit, die BER-Baustelle zu besuchen.

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Die Nachtflugzeiten sollen deutlich eingeschränkt werden, wenn es nach der Koalition in Brandenburg geht.
Die Nachtflugzeiten sollen deutlich eingeschränkt werden, wenn es nach der Koalition in Brandenburg geht.Foto: dpa

Trotz aller Beteuerungen von BER-Aufsichtsratschef und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck: Die Initiatoren des vom Landtag angenommenen Volksbegehrens für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr wollen den Regierungschef mit neuen Protesten unter Druck setzen. Bei einer Großkundgebung am Sonnabend in Schönefeld wolle man Platzeck an sein Versprechen vom Februar erinnern, sich für ein Nachtflugverbot einzusetzen, heißt es.

Gleichzeitig haben Bürger die Gelegenheit, einmal wieder den BER persönlich in Augenschein zu nehmen: Am Sonnabend lädt die Flughafengesellschaft anlässlich des Tags der Luftfahrt zu Bustouren über das BER-Gelände (Informationen finden Sie hier auf der Seite der Flughafen-Gesellschaft).

Noch verhandelt Brandenburg mit Berlin und dem Bund. Beide Beide lehnen ein komplettes Nachtflugverbot statt der bisher vorgesehenen Ruhezeit von 0 bis 5 Uhr ab. Die Demonstration unter dem Motto „Lügt Platzeck?“ startet um 15 Uhr an der Dorfkirche Schönefeld und endet vor dem alten Terminal.

Gestritten wird auch über das Schallschutzurteil. Im BER-Aufsichtsrat ist man uneins darüber, ob die Flughafengesellschaft das Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) für einen strengen und teureren Schallschutz akzeptiert oder ob sie Rechtsmittel einlegt. Matthias Platzeck will das Urteil annehmen, aber auch hier sind Berlin und der Bund dagegen.

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