BER: Streit über Schallschutz : Mehdorn geht gegen Urteil vor

Ende April urteilte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, am Schallschutz des BER müsse erheblich nachgebessert werden. Gegen eben dieses Urteil will Flughafenchef Hartmut Mehdorn nun vorgehen, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte.

BER-Chef Hartmut Mehdorn bezweifelt, dass den Flughafen-Anwohnern durch das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg geholfen ist. "Das Schallschutzprogramm der Flughafengesellschaft bietet ein sehr hohes Schutzniveau", erklärte Mehdorn am Freitag. "Die Forderung des Gerichts ist in weiten Teilen aus lärmphysikalischer Sicht nicht umsetzbar. Es hat zur Folge, dass für viele Anwohner gar keine Schallschutzmaßnahmen realisiert werden können, sondern sie mit Entschädigungen vorlieb nehmen müssen."Alle Bilder anzeigen
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26.04.2013 16:02BER-Chef Hartmut Mehdorn bezweifelt, dass den Flughafen-Anwohnern durch das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg...

Flughafenchef Hartmut Mehdorn geht gegen das Urteil zum Schallschutz am künftigen Hauptstadtflughafen vor. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hatte Ende April in einem Urteil erhebliche Nachbesserungen beim Schallschutz für die Anwohner gefordert. Eine Revision ließ das Gericht nicht zu. Dagegen reichte die Flughafengesellschaft nun am Mittwoch Beschwerde beim OVG ein, wie ein Sprecher mitteilte.

Mehdorn erklärte zur Begründung der sogenannten Nichtzulassungsbeschwerde: „(...) Leider führt das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg dazu, dass ein überwiegender Teil der Häuser nicht geschützt werden kann, da die Kosten dann so hoch liegen würden, dass die Entschädigungsregel aus dem Planfeststellungsbeschluss greift. Hier ist meine Meinung klar: Es ist nicht zielführend, wenn die Leute sich keinen vernünftigen Schallschutz einbauen lassen.“ Mehdorn hatte schon vor Wochen durchblicken lassen, dass er nichts von dem Urteil halte, weil daraus für 80 bis 90 Prozent der Anwohner ein Anspruch auf eine Entschädigung erwachse. Sie beträgt 30 Prozent des Verkehrswerts ihrer Häuser und muss nicht zwingend für Schallschutzfenster, Lüfter und Dämmung ausgegeben werden. (dpa)

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BER-Chef Hartmut Mehdorn bezweifelt, dass den Flughafen-Anwohnern durch das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg geholfen ist. "Das Schallschutzprogramm der Flughafengesellschaft bietet ein sehr hohes Schutzniveau", erklärte Mehdorn am Freitag. "Die Forderung des Gerichts ist in weiten Teilen aus lärmphysikalischer Sicht nicht umsetzbar. Es hat zur Folge, dass für viele Anwohner gar keine Schallschutzmaßnahmen realisiert werden können, sondern sie mit Entschädigungen vorlieb nehmen müssen."Alle Bilder anzeigen
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