Beratung : Immer mehr Ausländer brauchen Hilfe

Seit 1970 berät der DGB Migranten in arbeits- und rentenrechtlichen Fragen und bei Problemen mit Behörden. Innerhalb der letzten zwei Jahre hat sich der Beratungsbedarf fast vervierfacht.

BerlinDie Ausländerberatungsstelle (ALB) des DGB in Berlin hat im vergangenen Jahr weit mehr Menschen beraten als noch 2005. Die Zahl der Beratungen sei um mehr als 2000 auf 7760 gestiegen, sagte der DGB-Landesvorsitzende Berlin-Brandenburg, Dieter Scholz. Erhöhten Beratungsbedarf habe es vor allem beim Arbeitslosengeld II gegeben. Hier sei die Zahl der Beratungen um mehr als 1200 gestiegen.

Des Weiteren hätten die Mitarbeiter zu Themen wie Sozialversicherung und Möglichkeiten der Jobcenter informiert. In beinahe jedem dritten Fall ging es den Angaben zufolge dabei um Hilfeleistungen beim Ausfüllen von Formularen. Besonders häufig nähmen Türken und Griechen die Beratungsangebote wahr.

Positiv hervorgehoben werde von den Kunden vor allem die Sprachkompetenz der Mitarbeiter. Auch lobten die Hilfesuchenden, dass sich die Berater ausreichend Zeit für sie nehmen, sagte Scholz.

Seit 1970 berät die ALB Ausländer in arbeits- und rentenrechtlichen Fragen sowie bei Problemen mit Behörden. Der Senat fördert die Arbeit der ALB 2007 nach DGB-Angaben mit 138.000 Euro.

In den kommenden Jahren erwartet Scholz vermehrt Migranten aus Osteuropa in der Beratungsstelle. Mit der Erweiterung der EU kämen neue Arbeitnehmer nach Berlin, sagte er. In diesem Zusammenhang äußerte sich der Gewerkschafter besorgt darüber, dass Migranten in den Gesprächen immer häufiger über rassistisch motivierte Probleme berichteten. (mit ddp)

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