Berlin : Bergfunk-Fest rockt sich aus der Krise

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Gute Aussichten. Seit 2009 organisieren junge Leute das Festival. Foto: Promo
Gute Aussichten. Seit 2009 organisieren junge Leute das Festival. Foto: Promo

Königs Wusterhausen – Mehr als 31 000 Euro Schulden. Das war vor knapp einem Jahr die bittere Bilanz des Bergfunk Open-Air-Festivals in Königs Wusterhausen. Der Stubenrausch-Kulturverein, Schüler und Studenten aus der Region, organisiert das Konzertwochenende seit 2009 jährlich. 2012 sollte der bisherige Höhepunkt werden. Stattdessen wäre es beinahe das Ende des Kulturvereins gewesen. „Als klar war, dass zu wenige Besucher gekommen waren, um die Kosten zu decken, hatte ich den zweiten Konzertabend des Wochenendes schon als Abschiedsveranstaltung verbucht“, sagt Ludwig Scheetz. Der 27-Jährige ist der Vorsitzende des Kulturvereins. Deren Mitglieder, alle zwischen 18 und 35 Jahre alt, wollten nicht mehr nur über den Mangel an Kultur in der Stadt meckern. „Wir wollten es besser machen“, sagt Scheetz. Das Festival sollte 2012 größer werden, bekanntere Bands sollten mehr Zuschauer anziehen. Es spielten Alphaville und Keimzeit, die Ohrbooten und die Hip-Hop-Band Blumentopf. Die großen Namen mussten teuer bezahlt werden. 1500 Zuschauer wären am Abend nötig gewesen, um die Kosten zu decken. Es kamen nur 600. Fast hätten die Schulden das Aus bedeutet. Doch es fand sich eine Gruppe von Unterstützern, gegründet von den Hobbyfunkern Thomas Klabunde und Rainer Suckow. Die gründeten die Initiative Bergfunkretter, mit Internetseite und Spendenbalken. Mindestziel: 31 285,33 Euro. Mit zahlreichen Benefizaktionen erreichten sie ihr Ziel. Danach stand fest: Es wird auch 2013 ein Bergfunk Open-Air geben. Am gestrigen Freitag begann es, an diesem Sonnabend wird es ab 16.30 Uhr rockig: Neben den Gewinnern des 2012 veranstalteten Bandcontests, der Berliner Band Leyan, tritt als Headliner die Band Bakkushan auf.Sara Schurmann

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