Berlin : Berggruen weiter auf Einkaufstour Investor erwirbt zwei Denkmäler

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Der Investor Nicolas Berggruen hat in Berlin zwei weitere Immobilien erworben: den Speicher an der Mühlenstraße und das ehemalige Betriebsgelände der Knorr-Bremse AG an der Neuen Bahnhofstraße, beide in Friedrichshain. Beide Neuerwerbungen sind denkmalgeschützt. Der Speicher aus dem Jahr 1907 hat 2236 Quadratmeter Gewerbefläche und laut Berggruens Unternehmen eine „großzügige Freifläche an der Spree, in unmittelbarer Nachbarschaft von Oberbaumbrücke und East Side Gallery“. Dort sollen bis zu 1,5 Millionen Euro investiert werden; Berggruen will an einen Gastronomen sowie Firmen aus der Kreativwirtschaft vermieten.

Das Knorr-Bremse-Gelände hatte Berggruen aus der Zwangsversteigerung erworben – für ihn ein Schnäppchen. „Wir hätten mit mehr Bietern gerechnet“, sagte seine Assistentin Ute Kiehn dem Tagsspiegel am Sonnabend. Der Bürobau aus den Jahren 1913-1916 samt einem im Jahr 1995 errichteten Neubau bietet auf 8636 Quadratmetern Grund knapp 25 000 Quadratmeter Nutzfläche. Der Verkehrswert wurde mit 22,5 Millionen Euro festgesetzt, die Nicolas Berggruen Holdings GmbH erhielt den Zuschlag bei 15 Millionen.

„In beiden Immobilien steht etwa die Hälfte der Flächen leer“, sagte Kiehn. „Alle Investitionen in die Sanierung werden mit den Mietern gemeinsam geplant, damit sie genau das bekommen, was sie wollen. So wird nur investiert, was auch gebraucht wird.“ Dieses System sei wirtschaftlich, nachhaltig, flexibel und ein Grund für Berggruens großen Erfolg. Außerdem könnten die Mieter darüber die Höhe der Miete beeinflussen. Nicolas Berggruen ist Investor und Sohn des Kunstsammlers Heinz Berggruen; er besitzt mittlerweile rund 100 Wohn- und Geschäftshäuser in Berlin sowie den Karstadt-Konzern. Fatina Keilani

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