Berlin : Berlin bekommt mehr Zebrastreifen

Probleme mit Genehmigungen und Lieferung von dicken Leuchten sind jetzt ausgeräumt

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Sie sind im Prinzip einfach anzulegen, verhältnismäßig billig und machen das Überqueren der Fahrbahn für Fußgänger sicherer. Und trotzdem tut sich Berlin schwer damit, Zebrastreifen einzurichten. 200 zusätzliche wollte Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) einst auf die Straßen pinseln lassen, 28 sind es bisher geworden, so dass es derzeit insgesamt 130 dieser Querungshilfen gibt. Staatssekretärin Maria Krautzberger (SPD) ist aber zuversichtlich, dass es jetzt voran geht. 45 weitere Zebrastreifen sind angeordnet, eine Million Euro habe man dafür im Haushalt „gerettet“.

Zahlreiche Probleme hätten die Renaissance der Streifen auf der Straße verzögert, sagte Krautzberger gestern bei der Eröffnung einer Ausstellung im Rathaus Mitte an der Karl-Marx-Allee mit positiven Beispielen aus Berlin zum Fußgängerverkehr.

Erst bremste das Bundesverkehrsministerium, weil es die Anlagen nur dort zulassen wollte, wo nicht mehr als 600 Autos in der Stunde vorbeifahren. Die Zahl wurde jetzt auf 900 erhöht. Dann verlangte die Straßenverkehrsbehörde eine Mindestzahl von Fußgängern und ließ zählen, wie viele – ohne vorhandenen Zebrastreifen – die Straße überquerten. Auch diese Vorgabe ist jetzt vom Tisch. Und schließlich gab es Lieferschwierigkeiten bei den vorgeschriebenen Laternen, die den Überweg ausleuchten, weil die Masten in Berlin dicker sind als die Serienausführungen der Industrie. Dafür halten die dickeren aber auch länger.

Noch schleppender in Gang kommen fußgängerfreundliche Ampelschaltungen, bestätigte Krautzberger. Abhilfe erhofft sie sich durch eine Auftragsvergabe an private Firmen. Und wo Anlagen umgebaut werden, richte man zusätzliche Fußgängerüberwege ein. So kann man zum Beispiel bisher an den Kreuzungen Hardenbergstraße/Fasanenstraße und Bismarckstraße/Leibnizstraße die Straßen nicht in allen Richtungen überqueren, weil es dort nicht überall eine Fußgängerfurt gibt. So sollte einst der Abbiegeverkehr der Autos beschleunigt werden. kt

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