Berlin : Berlin Capitals: Deutschlandhalle wird trotz Krise des Eishockeyclubs umgebaut

CD

Der drohende Konkurs des Eishockeyclubs Berlin Capitals macht den gegenwärtigen Umbau der Deutschlandhalle zur Eissport-Arena nicht überflüssig. Diese werde "gebraucht für Jugendvereine, den Breitensport und Amateur-Mannschaften", sagte die Sprecherin der Sportverwaltung, Rita Hermanns. Außerdem könne es bei einem Konkurs eine Nachfolgegesellschaft geben.

Dietmar Bothe vom Landessportbund (LSB) erklärte, die Eissporthalle an der Jafféstraße diene zu 84 Prozent dem Amateursport und nicht den Capitals. "Der LSB sähe keine Veranlassung, selbst bei einem Wegfall der Belegung durch die Capitals irgendetwas am Umbaukonzept zu ändern."

Die Deutsche Eishockey-Liga verweigerte den mit 21 Millionen Mark verschuldeten Capitals am Montag die neue Lizenz. Der Club kann innerhalb von 14 Tagen neue Sanierungspläne vorlegen und auf die zweite Instanz hoffen. Das Aus droht aber auch, weil von verschiedener Seite Insolvenzverfahren gegen die GmbH beantragt wurden. Der eigenständige Nachwuchs-Verein "Young Capitals" könnte gefährdet werden, wenn Zuschüsse ausbleiben. Laut LSB bilden dessen 223 Mitglieder aber nicht die Mehrzahl der Amateursportler, für die man die Eisfläche in der Deutschlandhalle brauche.

Das seit 1989 leer stehende Baudenkmal soll den Capitals als Zwischenquartier dienen. Für den Umbau zahlt die Messe acht Millionen Mark und der Senat 1,3 Millionen Mark. Die bauaufsichtliche Abnahme ist für den 26. Juli geplant. Danach könnte die Halle an der Jafféstraße abgerissen werden. Langfristig sollen die Capitals zu den Nutzern der geplanten Großhalle der Firmen Anschutz und Banghard am Ostbahnhof zählen.

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