Berlin-Charlottenburg : Dauerbaustelle Hardenbergstraße: Alle sind genervt

Die Sanierung der U-Bahntunnel unter der Hardenbergstraße dauert noch immer an. Die BVG begründet das mit dem schlechten Zustand ihrer 110 Jahre alten Anlagen und Asbestfunden.

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Aktuell behindern die Arbeiten in der Hardenbergstraße den Verkehr in Höhe des Steinplatzes und der Universität der Künste.
Aktuell behindern die Arbeiten in der Hardenbergstraße den Verkehr in Höhe des Steinplatzes und der Universität der Künste.Foto: Cay Dobberke

Seit nunmehr drei Jahren saniert die BVG die rund 900 Meter langen U-Bahn-Tunnel in der Charlottenburger Hardenbergstraße. Zwischen dem Bahnhof Zoo und dem Ernst-Reuter-Platz war die Fertigstellung bereits für den Oktober 2016 geplant. Aber im Bereich zwischen dem Steinplatz und der Fasanenstraße prägen noch immer Absperrungen und Baugruben das Bild.

Die Verkehrsbetriebe begründen die Verzögerung mit Asbest, das unter der Fahrbahn entdeckt wurde, und unerwartet großen Schäden an den 110 Jahre alten Tunneln. Man habe „ganze Deckenfelder nicht nur neu abdichten, sondern komplett erneuern müssen“, heißt es. Außerdem hätten gleichzeitige Bauarbeiten der Wasserbetriebe in Teilen der Straße die Fortschritte verlangsamt.

Im aktuellen Bauabschnitt sollen die Arbeiten im Herbst enden. Danach kommen die letzten paar Meter zwischen der Jebensstraße und dem Bahnhof Zoo an die Reihe, wo aber noch andere Straßenbauarbeiten laufen. Erst nach deren Abschluss könne man loslegen, sagt BVG-Sprecherin Petra Reetz und erwartet, dass die Tunnelsanierung an dieser Stelle bis Ende 2018 dauern wird.

Die Arbeiten nerven Autofahrer, aber auch Fußgänger, die sich ihren Weg durch Bauzäune bahnen müssen, und die Radfahrer, weil es derzeit keine Busspuren gibt. Um sich nicht zwischen Autos, Busse und Lastwagen zwängen zu müssen, weichen so gut wie alle Radler auf die Gehwege aus.

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