Berlin : Berlin - Der Neubau soll Ausstellungs- und Gästehaus werden

C. v. L.

Aktuelle Situation: Der ehemalige Palast der Republik, der gerade von Asbest befreit wird, steht auf einem Teil des Schlossplatz-Geländes. Die Arbeiten sollen nach derzeitigem Stand Mitte nächsten Jahres beendet sein. Ob das Gebäude abgerissen, komplett, in Teilen, oder gar nicht in einen möglichen Schloss-Neubau integriert wird, ist offen.

Geschätzte Kosten: Zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Mark.

Größe: Die Grundstücksgröße des Schlosses beträgt rund 37 400 Quadratmeter.

Künftige Bruttogeschossfläche: 110 00 Quadratmeter.

Politische Beschlusslage: Über einen Schlossaufbau wie über den gesamten Schlossplatz ist noch nicht entschieden. Bund und Berlin wollen sich in Kürze auf eine Expertenkommission geeinigt haben, die Vorschläge entwickelt.

Fassade: Eine weitgehend originalgetreue Wiederherstellung steht zur Zeit ebenso in der Diskussion wie eine Fassade, die zumindest in Teilen an das alte Aussehen erinnert. Innen soll modern gebaut werden

Vorhande Originalsubstanz: Das Portal 4 ist beispielsweise ins Staatsratsgebäude integriert, Originalteile stehen ferner im Zeughaus, im Bodemuseum, im Märkischen Museum. Es gibt zudem über 3000 Detailfotos der Schlossfassade und rund 300 Fassadenpläne. Teile sollen auch in einem See liegen.

Historie: Das in seinen ältesten Bauteilen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammende ehemalige Schloss der Hohenzollern wurde nach starken Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg von der DDR-Regierung 1950/51 gesprengt. Baumeister des Schlosses waren unter anderem Andreas Schlüter, Johann Friedrich Eosander v. Göthe und Friedrich August Stüler. In seiner letzten Bauausführung bildete das Schloss ein Rechteck von etwa 192 Meter Länge und 116 Meter Breite.

Mögliche Nutzung: Der Gemeinsame Ausschus von Bund und Berlin befürwortete bislang ein Haus für Kongresse, Ausstellungen, eine Bibliothek, ein Gästehaus. Das Haus sollte öffentlich genutzt werden.

Derzeitige Grundstückssituation: Das Gelände, auf dem der Palast der Republik steht, gehört dem Bund, das übrige Areal teilweise dem Land Berlin.

Potenzielle Investoren: Als mögliche Bauherren und Projektentwickler für einen Neubau boten sich bislang nach Angaben der Behörden unter anderem die Unternehmen Hypo-Real, Roland Ernst, Hanseatica, Fundus, ECE und Deutsche Bank, Schlossplatz-Partnership, Walter Bau, die AG Palast der Republik und Skanska an.

Mögliche Fertigstellung: Frühestens in fünf Jahren.

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