Berlin : Die Stadt des Döners

Bernd Matthies über einen typischen Berliner Erfinder: Kadir Nurmann, der als erster das Döner-Fleisch zwischen zwei Brothälften gelegt haben soll.

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Berlin ist natürlich nicht nur die Stadt von Hertha und Union, sondern auch die Stadt von Döner und Currywurst. Der echte Eingeborene isst beide und streitet hingebungsvoll über die richtige Art der Zubereitung – das hat immerhin dazu beigetragen, dass uns Verirrungen erspart geblieben sind. Es gibt weder eine Currywurst Hawaii noch einen Zitronengras-Kokos-Döner, gut so.

Wenn also jetzt wieder eine gewaltige Döner-Messe stattfindet in Berlin, dann mag das der technischen Verfeinerung des Produktes dienen, aber nicht der geschmacklichen Verirrung. Und es sollte die Bedeutung Berlins für den Döner an sich betonen.

Deshalb wird dort nun Kadir Nurman geehrt. Kadir wer? Er soll derjenige gewesen sein, der als Erster das Fleisch vom Drehspieß mit den anderen Zutaten zwischen zwei Brothälften gezwängt und damit mitnahmefähig gemacht hat.

Den Spieß selbst hat Nurman nicht erfunden – aber er hat ihn auf Berliner Tempo gebracht. Damit hat er sich eine ganz kleine Ehrenbürgerschaft verdient.

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