Berlin : Berlin erinnert 2013 an die Nazizeit

Mit Ausstellungen, Führungen und Plakaten erinnert Berlin 2013 an den Machtantritt der Nationalsozialisten vor 80 Jahren. „Zerstörte Vielfalt“ – unter diesem Motto wollen die landeseigene Kulturprojekte-Gesellschaft sowie Dutzende Initiativen in den Stadtteilen Fakten und Folgen der Diskriminierung und Vertreibung der Juden aus dem öffentlichen Leben nachzeichnen, etwa bei den Pogromen vom 9. November 1938.

Ausstellungen und Infosäulen am Kurfürstendamm und in Mitte werden an jene Persönlichkeiten erinnern, die das Leben Berlins vor Hitlers Machtübernahme am 30. Januar 1933 prägten. Das Deutsche Historische Museum wird ab Ende Januar im Pei-Bau Anlaufpunkt für das Themenjahr sein, wie die Kulturprojekte GmbH weiter mitteilte. Ob die Drangsalierung der Presse oder das Schicksal von Gehörlosen – die Folgen der NS-Diktatur für das tägliche Leben werden in mehr als 100 Projekten dargestellt. Ein Internetportal wird als Wegweiser freigeschaltet. Unter www.stolpersteine-berlin.de soll es einen Überblick über die 4000 Stolpersteine geben.

Das NS-Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ wird in Ausstellungen den Weg der Nationalsozialisten an die Macht und die Formen des Terrors darstellen. Das Alliiertenmuseum wird deutsche Juden würdigen, die im Dienst der Alliierten standen, wie der Schriftsteller Stefan Heym und der frühere US-Außenminister Henry Kissinger. dpa

Details zum Projekt unter

www.berlin.de/2013

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