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Berlin-Gesundbrunnen : S-Bahn rollt nach drei Stunden wieder

Drei Stunden Chaos im Norden: Die S-Bahn musste wegen eines Notarzteinsatzes den kompletten Betrieb auf Nord-Süd-Bahn und Ringbahn bis 10.15 Uhr einstellen. Bei der U-Bahn hält die Signalstörung noch an.

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Ein Zug der Linie S41 steht in Gesundbrunnen am Bahnsteig.
Ein Zug der Linie S41 steht in Gesundbrunnen am Bahnsteig.Foto: Jochen Brockmann

Wegen eines Notfalleinsatzes am Bahnhof Gesundbrunnen war der S-Bahnverkehr von 7.35 Uhr bis 10.15 Uhr vollständig unterbrochen. Fahrgäste mussten auf die U-Bahn ausweichen.

Die Ringbahn war zwischen Wedding und Schönhauser Allee (S 41, S42) unterbrochen. Die Züge der Nord-Süd-Bahn (S1, S2, S25) fuhren nicht zwischen Nordbahnhof und Bornholmer Straße. . Auch die Züge der S8, S9, S85 waren betroffen, da Züge der Ringbahn die Gleise blockierten. Diese drei Linien fuhren nicht zwischen Bornholmer Straße und Schönhauser Allee. Da dann in Höhe S-Bahnhof Pankow zahlreiche Fahrgäste aus einem auf freier Strecke stehengebliebenen Zug stiegen und an den Gleisen entlang liefen, musste die Bundespolizei auch diese Strecke bis Blankenburg sperren, sogar von einem Polizeihubschrauber aus wurden die Gleise beobachtet.

Zwischen Blankenburg und Pankow waren seit 8.45 Uhr Busse im Schienenersatzverkehr im Einsatz, teilte die S-Bahn mit. Fahrgäste sollten die U8 (Wittenau-Bonhoeffer-Klinik-Gesundbrunnen) nutzen oder die U2 (Pankow-Schönhauser Allee). Nach Polizeiangaben wurden mehr als 1000 Fahrgäste aus mehreren Zügen evakuiert. Auch in der Vergangenheit hatte eigenmächtig aussteigende Fahrgäste weitere Streckensperrungen ausgelöst.

Nach Polizeiangaben hatte sich ein Mann um 7.35 Uhr vermutlich in Suizidabsicht von der Swinemünder Brücke auf die Gleise gestürzt. Der Zug, der den Mann erfasste, stoppte kurz vor dem Bahnhof Gesundbrunnen. Die vielen Fahrgäste mussten über eine Stunde in dem Zug ausharren, bis sie ihn verlassen konnten. Zunächst hatte die Bundespolizei mitgeteilt, dass der Mann von der Badstraßenbrücke gesprungen sei. Diese Angabe stimmte nicht.

Zudem weist die BVG daraufhin, dass "aufgrund einer ausgedehnten Signalstörung" es auf drei Linien zu Verspätungen kommen wird. Betroffen sind nach Angaben eines Sprechers die U7, U8, U9. Wann die Störung im Stellwerk Britz behoben ist, sei unklar. Auf den drei Linien fahren Züge, es könne aber zu Lücken von bis zu 15 Minuten im Takt kommen.

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