Berlin : Gipfelgegner demonstrieren

Rund 3000 Gegner des G8-Gipfels aus der linken autonomen Szene haben am Abend in Berlin demonstriert. Wie die Polizei mitteilte, zogen die Demonstranten zunächst friedlich durch Kreuzberg.

Berlin - Am Schlesischen Tor war eine Abschlusskundgebung der abendlichen Demonstration geplant. Wegen des Verdachts der Gründung einer terroristischen Vereinigung hatten Polizei und Bundesanwaltschaft zuvor in Berlin und Brandenburg Räume von mutmaßlich radikalen Gegnern des G8-Gipfels in Heiligendamm durchsucht.

Mit den Durchsuchungsaktionen werde versucht "die Anti-G8-Bewegung in einen militanten und einen friedlichen Teil zu spalten", sagte ein Vertreter der Gipfelgegner am Abend während der Demonstration. Dies werde nicht gelingen. Der Vorwurf der Gründung einer terroristischen Vereinigung sei lächerlich. Sprecher der G8-Gipfelgegner hatten schon vorher den Behörden vorgeworfen, mit den Aktionen "die Kommunikationsstruktur der Anti-G8-Bewegung" zu stören.

Bereits in der Nacht zu Mittwoch war es in Kreuzberg zu Ausschreitungen bei einer Demonstration gegen die Zwangsversteigerung des autonomen Kulturzentrums "Köpi" gekommen. Dabei waren Autos und Müllcontainer in Flammen aufgegangen. Sechs Menschen wurden festgenommen. (tso/dpa)

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