Berlin-Glosse : Ach, ADAC, was ist aus dir geworden

Unser Kolumnist, Mitglied seit 1975, wundert sich über seinen ADAC. Denn der sinniert auf einmal über eine Fußgängerzone in der Friedrichstraße.

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Geschäftige Straße - doch würde sich die Friedrichstraße als Fußgängerzone eignen?
Geschäftige Straße - doch würde sich die Friedrichstraße als Fußgängerzone eignen?Foto: Kai-Uwe Heinrich

Schade, dass es den Berliner ADAC-Ball nicht mehr gibt. Also keine Hoffnung besteht, dass dazu einmal Bob Dylan geladen würde, als Stargast und als stimmstarker Verkünder der neuen Linie des automobilen Vereins: „The Times They Are a-Changin‘“.

Ist es nicht geradezu revolutionär, wenn der Club der Gelben Engel sich tatsächlich für eine autofreie Straße mitten in Berlin, und dazu eine berühmte, öffentlich in die Bresche wirft? Denn wenngleich die neue rot-rot-grüne Koalition mit ihren Plänen vom autofreien Boulevard Unter den Linden beim ADAC noch immer nicht auf Zustimmung trifft – die Friedrichstraße erschiene ihm als passable Alternative. Die in der Diskussion stehende Fußgängerzone läuft beim Club dagegen unter „Symbolpolitik“ und „Wunschzettel zur Weihnachtszeit“. Da würde man gerne wissen, wie der ADAC den Vorschlag einer Fußgängerzone in der Bundesallee aufnehmen würde. Oder auf dem Kurfürstendamm, eine leider aktuell noch nicht vorgebrachte Idee, obwohl sie das Problem der „Profilierungsfahrten“ rasch lösen würde. Rennen auf der dann endgültig völlig verstopften Lietzenburger? Unmöglich.

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