Berlin : Berlin greift nach den Michelin-Sternen

Gourmetführer zeichnet „Lorenz Adlon“ und „Vivaldi“ aus

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Zwei Berliner Luxusrestaurants werden in diesem Jahr mit dem MichelinStern ausgezeichnet: Das „Lorenz Adlon“ erhält ihn nach einjährigen Entzug zurück, das „Vivaldi“ im Regent-Schlosshotel in Grunewald wird erstmals in den Rang der besten Berliner Küchen erhoben. Lorenz-Adlon-Küchenchef Thomas Neeser, vom Start an dabei, hatte die Rückstufung hinnehmen müssen, nachdem der für das gesamte Haus zuständige Küchendirektor Karlheinz Hauser nach Hamburg abgewandert war; unklar ist nun, ob die Rückeroberung ihm oder Hausers Nachfolger Rainer Sigg zuzurechnen ist.

Einfacher liegen die Dinge im „Vivaldi“. Küchenchef Christian Lohse ist der verantwortliche Mann, und auch für ihn ist es nicht die erste Ehrung dieser Art: In seiner Zeit in der Osnabrücker „Windmühle“ war er bereits mit zwei Sternen ausgezeichnet worden. Die diesjährigen Entscheidungen des Gourmetführer bedeuten aber noch für einen weiteren Küchenchef eine wichtige Ehrung: Michael Kempf vom „Facil“, der dort erst im Frühjahr für René Conrad nachgerückt war, hat dessen erst ein Jahr alten Stern verteidigen können.

Aus den knappen Informationen, die am Sonntag nicht vom Michelin-Verlag, sondern vom „Spiegel“ verbreitet wurden, lässt sich weiter schließen, dass auch alle anderen Berliner Sterne-Restaurants diese Auszeichnung behalten haben: Vau, Quadriga im Brandenburger Hof, First Floor im Palace-Hotel, Hugos im Interconti und das Margaux.

Mit nunmehr insgesamt acht Sternen rangiert Berlin nach Auffassung der Michelin-Tester hinter Hamburg (neun Sterne) an zweiter Stelle der deutschen Städte, gefolgt von Köln und München. Allerdings gibt es in Berlin weiterhin kein Restaurant mit zwei oder drei Sternen. In den neuen Bundesländern gibt es zu den zwei schon länger bestehenden einen weiteren Stern hinzu, und zwar für das „Anna Amalia“ im Hotel Elephant in Weimar. bm

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