Berlin : "Berlin hilft Berlin": Spendenaktion für Erdbebenopfer

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Die Freude im 20 000-Einwohner-Dorf Berlin ist groß, und auch Bürgermeister Ramon Palma schöpft wieder ein wenig Hoffnung. "Wir haben Herrn Palma gebeten, eine Wunschliste zusammenzustellen", sagt Wolfgang Garatwa, zuständiger Mitarbeiter für El Salvador bei der deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ). Wie berichtet, hat die GTZ jetzt eine Spendenaktion für die Erdbebenopfer in jenem 120 Kilometer südwestlich von San Salvador gelegenen Ort gestartet, der den selben Namen trägt wie diese Stadt. Auch der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen unterstützt die Hilfsaktion für Berlin und seine umliegenden Gemeinden mit insgesamt 35 000 Einwohnern. Das Motto: "Berlin hilft Berlin".

Heinz Trebbin, einer der 16 Mitarbeiter der GTZ in El Salvador, hat das mittelamerikanische Berlin gerade besichtigt. In dem auf 1000 Meter Höhe gelegenen Dorf ist die Mehrzahl der aus Holzgeflecht und Lehm errichteten Häuser zusammengestürzt - wer überlebte, muss jetzt auf der Straße campieren. Straßen sind verschüttet, Stromleitungen unterbrochen. "Mit dem Geld wollen wir schnell Wasser, Lebensmittel, Medikamte, Zelte und Decken besorgen", sagt Garatwa. Langfristig möchten die Entwicklungshelfer die Orthopädie-Werkstätte in Berlin wieder aufbauen, in denen Prothesen hergestellt werden - darauf sind viele vom Bürgerkrieg gezeichnete Menschen angewiesen. "Außerdem würden wir gern Kleinkreditfonds als Hilfe zur Selbsthilfe gewähren", sagt Garatwa. Die im Auftrag des Bundesentwicklungsministerium arbeitende GTZ mit Sitz in Eschborn will den Einsatz der Spenden vor Ort überwachen. Über den Stand der Aktion "Berlin hilft Berlin" werden wir unsere Leser regelmäßig unterrichten.

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