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Berlin im Schnee : Wintereinbruch: Im Schritttempo durch die Innenstadt

07.12.2012 11:02 Uhrvon und
Kommt da noch ein Bus? Fahrgäste der BVG mussten am Donnerstagmorgen teilweise lange warten. Liebe Leserinnen, liebe Leser: Senden Sie uns Ihre Berliner Winter-Eindrücke an leserbilder@tagesspiegel.de. Foto: dpaBild vergrößern
Kommt da noch ein Bus? Fahrgäste der BVG mussten am Donnerstagmorgen teilweise lange warten. Liebe Leserinnen, liebe Leser: Senden Sie uns Ihre Berliner Winter-Eindrücke an... - Foto: dpa

UpdateDer erste Schnee, der in Berlin liegen bleibt, stellt auch in diesem Winter den Verkehr der Hauptstadt auf die Probe. In der Innenstadt kamen Autofahrer am Morgen auf vielen Straßen nur noch im Schritttempo voran - und wurden gebeten, ihren Weg mit Bahnen fortzusetzen.

Es ist wie in jedem Jahr: Kaum bleibt der erste Schnee in Berlin liegen, kommt der Verkehr in der Hauptstadt ins Stocken. Geschneit hatte es bereits in der Nacht, doch als gegen 8 Uhr erneut Schneetreiben einsetzt, sind Bürgersteige und Straßen rasch von einer dichten Schneedecke bedeckt. Bei Temperaturen um minus drei Grad bleibt der Schnee liegen, an vielen Stellen bilden sich aus den Pfützen der vergangenen Tagen glatte Eisflächen.

Autofahrer, die sich vom Stadtwesten in die Innenstadt bewegen, berichten von langen Staus. Auf dem Weg zur Arbeit erleben viele Autofahrer Verspätungen bis zu 40 Minuten. In den Straßen rund um den Großen Stern "ging gar nichts mehr", berichten Autofahrer.

Der RBB ruft dazu auf, das Auto stehen zu lassen und den Weg in die Innenstadt mit S- und U-Bahnen fortzusetzen. In den Staus blieben auch viele Linienbusse der BVG stecken.

Auch Taxifahrern macht der Schnee offenbar schwer zu schaffen. So gab ein Tempelhofer Fahrer nach vier Stunden auf und fuhr zurück zu seiner Familie. Zwar hatte er einen Kunden nach dem anderen und richtig Geld verdient, aber der viele Schnee und die vielen Autos um ihn herum waren ihm zu nervig. Bei so einem Wetter fährt er nicht, sagte er. Die Radfahrer scheinen sich an dem Schneetreiben nicht weiter zu stören. Sie radeln tapfer weiter, auch wenn der ein oder andere ab und zu ganz schön ins Schlittern gerät. Ein Radfahrer an der Tram-Haltestelle Wolliner Straße in Mitte fiel beim Bremsen mit dem ganzen Fahrrad zu Boden. Doch er hatte Glück im Unglück: Er klopfte sich nur den Schnee von der Kleidung, stieg wieder auf und fuhr weiter. In Kleinmachnow musste ein Hausbesitzer heute früh seine eingefrorene Wasserleitung am Haus mit Hilfe eines Föhns und lauwarmen Wasser enteisen. "Wenn Wasserleitungen eingefroren sind, muss die Zuleitung abgesperrt werden. Zum Auftauen sollte handwarmes Wasser verwendet werden, aber auf keinen Fall offene Flammen oder Heizgeräte, die Leitung könnte sonst platzen. Am Besten ist es in einem solchen Fall eine Fachmann zu beauftragen", rät ein Sprecher der Berliner Wasserbetriebe.

Wegen der Glätte kam es im Straßenverkehr zu mehreren kleineren Blechschäden und Stau. "Wir haben heute Vormittag einen leichten Anstieg der Unfallzahlen zu verzeichnen. Zwischen 10 und 11 Uhr morgens hatten wir 61 Unfälle, aber nichts dramatisches. Die Autofahrer seien langsamer und vorsichtiger gefahren. Blechschäden habe es überwiegend in nicht geräumten Straßen gegeben", sagte ein Polizeisprecher. Am Großen Stern mussten Autofahrer heute Morgen eine Wartezeit von mehr als 30 Minuten in Kauf nehmen. Eine Autofahrerin hatte auf ihrem Arbeitsweg heute von Kleinmachnow bis nach Steglitz, Unter den Eichen, 45 Minuten gebraucht. Bei der BVG kam es wegen des plötzlichen Wintereinbruchs zu Verspätungen im Busverkehr, bei der U-Bahn habe es keine Probleme gegeben. "Im gesamten Stadtverkehr hatten wir Verspätungen bis zu 30 Minuten zu verzeichnen. Viele Busse fuhren verspätet und außerhalb des Fahrplans, weil der Autoverkehr insgesamt langsamer floss." Wir empfehlen unseren Fahrgästen auf die Schiene auszuweichen", sagte ein Sprecher der BVG. Zudem hätten sich zwei Busfahrer leicht verletzt, als sie an den Endhaltestellen ihre Fahrzeuge überprüften und dabei auf dem glatten Eis ausrutschten. Fahrgäste der S-Bahn berichten ebenfalls von Verspätungen von bis zu 20 Minuten und Lautsprecherdurchsagen auf den Bahnhöfen, in denen von einem Stellwerkproblem die Rede ist. "Darüber ist uns nichts bekannt. Bei uns läuft alles planmäßig", sagte eine Sprecherin der S-Bahn. Bereits am Dienstag waren mehrere Weichen wegen der Witterung nicht mehr bedienbar waren. In der Folge verspäteten sich Züge bis in den Vormittag hinein. Auch beim Aufziehen der Winterreifen in den Autowerkstatten müssen die Berliner derzeit Geduld haben. "Durch den Schneefall haben wir Wartezeiten von mehreren Stunden. Besser ist es vorher einen Termin auszumachen und das Auto dazulassen", sagte Catharina Eckstein von Autoteile Unger (ATU). In den Baumärkten ist der Absatz von Schneebeseitigungsgeräten in diesen Tagen gestiegen: "Eiskratzer, Schneeschieber und Streusalz sind der Renner.

Viele Menschen wollen sich noch in letzter Minute mit einer Grundausstattung eindecken sagte ein Mitarbeiter des Bauhauses. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) ist seit heute früh um 5 Uhr mit 1600 Mitarbeitern und 480 Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz und hat für die Wintersaison 14 000 Tonnen Streusalz vorrätig. "Wir bitten die Hauseigentümer, die Zugänge zu den Mülltonnen unbedingt zu streuen, damit die Mitarbeiter bei der Müllabfuhr keine Schwierigkeiten bekommen, sagte ein Sprecher der BSR. An den Flughäfen Schönefeld und Tegel waren Mitarbeiter seit zwei Uhr nachts damit beschäftigt, den Boden schnee- und eisfrei zu halten. Am Morgen kam es wegen der Wetterlage nur zu geringen Verspätungen bei den Flügen.

Meteorologen sehen vorerst keinen Rückgang der Kälte - im Gegenteil: Am Samstag ist Tief „Karin“ über der Adria. Nach Deutschland fließt aus Nordosten russische Kälte mit Dauerfrost. Auch tagsüber wird das Thermometer fast überall Minusgrade anzeigen. Das gilt auch für den zweiten Advent an diesem Sonntag. „Der Kälte-Input reicht bis in die nächste Woche“, sagte Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

Ob es aber so weitergeht, ist unklar. Eine Kältephase im Dezember sei nichts Ungewöhnliches, aber sehr oft lasse das gefürchtete Weihnachtstauwetter zum Fest alles wieder dahinschmelzen. (mit dpa/Tsp/lb)

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