Berlin : Berlin im Wahlkampf: "Filz" und "Verbrauchtheit" werden der CDU zugeordnet

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Die Berliner SPD wird von den Wählern zurzeit als geschlossen, zukunftsfähig, kompetent, modern und einigermaßen glaubwürdig empfunden. Das ergab eine repräsentative Meinungsumfrage des Sozialforschungsinstituts Infratest, die dem Tagesspiegel vorliegt. Beauftragt wurde das Meinungsforschungsinstitut vom Berliner Landesverband der Sozialdemokraten. Grafik:
Umfrage: Welche Partei wird den Bürgermeister stellen?
Umfrage: Welcher Begriff passt zu welcher Partei? Die Befragung fand Ende Juni, nach der Wahl von Klaus Wowereit (SPD) zum Regierenden Bürgermeister und nach der Nominierung des CDU-Spitzenkandidaten Frank Steffel und des PDS-Spitzenkandidaten Gregor Gysi statt. Die CDU wird von den rund 1000 befragten Berlinern eher mit den Begriffen Filz, Vergangenheit und Verbrauchtheit in Verbindung gebracht.

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Berlin vor der Wahl Einen Kompetenzvorsprung vor der SPD hat die Union nach der Umfrage lediglich im Bereich der inneren Sicherheit. Den Demokratischen Sozialisten wird in Sachen Geschlossenheit, Zukunftsfähigkeit und Kompetenz allerdings noch weniger zugetraut als den Christdemokraten. Die PDS wird aber von einem höheren Anteil der Befragten als moderner eingestuft als die CDU. Defizite haben aber alle drei Parteien, wenn es um ihre Glaubwürdigkeit geht. 37 Prozent der Wahlberechtigten gestehen laut Infratest-Umfrage "keiner Partei" Glaubwürdigkeit zu. Es folgt die SPD mit 31 Prozent, CDU und PDS kommen nur auf einen Anteil von 14 Prozent.

Eine klare Antwort gaben die Berliner Wähler auf die Frage, welche Partei nach der Abgeordnetenhauswahl den Regierenden Bürgermeister stellen wird. 62 Prozent der Befragten glauben, dass es die SPD (somit Klaus Wowereit) sein wird. 16 Prozent tippen auf die CDU, also Frank Steffel und nur 8 Prozent auf die PDS, also Gregor Gysi. 14 Prozent der Befragten waren noch unschlüssig.

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