Berlin : Berlin in der Krise: Landowsky unterschrieb Aubis-Kredit

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Die Landowsky-Affäre Bisher hat der CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky versichert, er sei an den Kreditvergaben der Berlin Hyp mit der Immobilienfirma Aubis nie unmittelbar beteiligt gewesen. Das ist nicht richtig. Unter einem Kreditbeschluss der Bank vom 3. Juni 1996 über zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 37,462 Millionen Mark steht die Unterschrift des ehemaligen Vorstandssprechers der Bank, Landowsky.

In dem Vertrag, der dem Tagesspiegel vorliegt, geht es um den Kauf und die Modernisierung und Instandsetzung von Plattenbauwohnungen in Görlitz mit 655 Wohnungen. Das Projekt sollte je zur Hälfte vom Unternehmen Aubis, das den CDU-Parteispendern Klaus Wienhold und Christian Neuling gehört, und einem nicht näher bezeichneten Konsortialpartner finanziert werden. Die Kreditabteilung der Berlin Hyp gab damals ein zurückhaltendes Votum ab. In Görlitz sei eher von einer Bevölkerungsabwanderung auszugehen und ob die Privatisierung der Wohnungen "im vertragskonformen Umfang erfüllt werden könne, bleibe abzuwarten." Eine enge Überwachung der Modernisierungsarbeiten sei "aufgrund der relativ knappen Kostenkalkulation erforderlich."

Angesichts des Kreditvertrages mit der Unterschrift Landowsky warf der PDS-Fraktionsvorsitzende Harald Wolf dem CDU-Politiker gestern vor, sich "gegenüber der Öffentlichkeit und dem Parlament grob wahrheitswidrig verhalten" zu haben. Landowsky wollte sich zu dem Einzelfall nicht äußern. Es sei aber eine "übliche Sache, dass am Schluss solcher Kreditbearbeitungsvorgänge der Vorstand unterschreibt."

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