Berlin : Berlin ist wieder Berlin

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Der „Europäische Presse und Funk-Ball“ ist tot. Der „Berliner Presseball“ aber lebt. Praktischerweise ist der tote Ball zugleich auch der wieder erstandene. Der Berliner Presseball, mit seiner langen Tradition, hat nun endlich seinen umständlichen n abgestreift und heißt wieder so, wie er im Volksmund ohnehin immer geheißen hat. „Das andere war ein Wortungetüm, das sowieso keiner benutzt hat“, stellt Alexander Kulpok, Vorsitzender der Berliner Sektion des Deutschen Journalistenverbandes zutreffend fest. Kulpok ist am 11. Januar 2003 wieder Gastgeber in der Staatsoper Unter den Linden, wo der Ball zum zweiten Mal nach seinem Umzug aus dem ICC stattfinden wird. Kulpok hat aber noch mehr Veränderungen vorgenommen: Statt ausschließlich eine Benefizveranstaltung für den Sozialfonds des Journalistenverbandes zu sein, wird der Berliner Presseball im Jahr 2003 auch Gelder sammeln für Kinderprojekte in Südamerika. Entsprechend wird auch das Thema des Abends gestaltet: Samba und Salsa stehen im Vordergrund. Damit der europäische Gedanke bei der Programmgestaltung nicht vollständig außer Acht gelassen wird, kommen noch Flamenco und Fado hinzu. Einen großen, bunten Rausch der Farben und Klänge verspricht Kulpok, nicht nur im großen Saal in der Oper und dem Operncafé, auch in der im letzten Jahr noch etwas zugigen Passerelle – einem aus aneinander gereihten Zelten bestehender Gang zwischen beiden Gebäuden – soll’s künftig Programm geben. Mit dem Bundespresseball, der im November im Hotel Interconti stattfindet, will Kulpok künftig nicht mehr konkurrieren: „Wir teilen uns Sponsoren und Prominente.“ oew

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