Berlin-Lichtenberg : SPD-Abgeordnete soll Rathauschefin werden

Birgit Monteiro kümmerte sich bisher um Sozialpolitik im Abgeordnetenhaus. Jetzt soll sie ein Bezirksamt leiten. Ihr Motto: Jeder hat mehr als eine Chance.

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Birgit Monteiro hat viele Jahre studiert und Politik gemacht. Jetzt übernimmt sie Regierungs-Verantwortung.
Birgit Monteiro hat viele Jahre studiert und Politik gemacht. Jetzt übernimmt sie Regierungs-Verantwortung.Foto: promo

Die SPD Lichtenberg hat die Abgeordnete Birgit Monteiro als Nachfolgerin von Bezirksbürgermeister Andreas Geisel nominiert. Einen entsprechenden Beschluss habe der Kreisvorstand mit großer Mehrheit gefasst, teilte die SPD mit. Stimmt die Kreisdelegiertenversammlung zu, könnte Monteiro im Januar von der Bezirksverordnetenversammlung gewählt werden - vorausgesetzt, CDU und Grüne ziehen mit. „Unser Ziel ist, die mit CDU und Grünen gebildete Zählgemeinschaft fortzusetzen", erklärte der SPD-Kreisvorsitzende Ole Kreins.

Die 45-jährige Monteiro gilt als erfahrene Sozialpolitikerin. Sie hat sich für die Inklusion behinderter Menschen starkgemacht. Ihr Motto: "Jeder Mensch hat mehr als eine Chance verdient." Monteiro wurde 1969 in Strausberg geboren und besuchte dort die Polytechnische Oberschule. Nach einer Ausbildung zur Landmaschinen- und Traktorenschlosserin studierte sie Ökonomie. Nach der Wende ging sie erneut an die Uni, diesmal schrieb sie sich für Geschichte und Germanistik an der Humboldt-Universität ein und studierte anschließend Sozialmanagement an der Alice-Salomon-Hochschule. Sie ist Geschäftsführerin der Gesellschaft für sozial-kulturelle Arbeit und seit 2006 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Dort ist sie für die SPD-Fraktion Sprecherin für Arbeitsmarkt- und Behindertenpolitik.

Der bisherige Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD) soll am 11. Dezember zum Stadtentwicklungssenator ernannt werden. Ihm wird bescheinigt, Lichtenberg attraktiver für junge Familien gemacht zu haben. Von früheren Neonazi-Umtrieben und Angsträumen ist nicht mehr die Rede. Lichtenberg verzeichnet hohe Zuzugsraten, weil die Preise für Wohnungen vielerorts noch bezahlbar sind.

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