Berlin : Berlin - London: Flüge im Aufwind

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Mit einem Passagierzuwachs von knapp 35 Prozent im vergangenen Jahr hat die Flugroute zwischen Berlin und London eine neue Rekordhöhe erreicht. Sie ist mit rund 677 000 Reisenden die am stärksten frequentierte Auslandsverbindung. Der Konkurrenzkampf hat die Ticketpreise purzeln lassen. Jetzt will auf der Rennstrecke zur Themse ein weiterer Wettbewerber an den Start gehen. Die in Gründung befindliche, britische Fluggesellschaft Kiss Air plant eine tägliche Verbindung zwischen den Flughäfen Tegel und Heathrow.

Der Aufschwung ist ein Resultat des Wettbewerbs. 1999 waren nur knapp 503 000 Passagiere zwischen den beiden Städten befördert worden. Im November ging dann in Schönefeld der Billigflieger Virgin Express an den Start, im Januar 2000 folgte in Tegel die Niedrigpreis-Airlines Buzz. "Mit 140 000 Reisenden ist Berlin im ersten Geschäftsjahr die gefragteste unserer drei Deutschland-Verbindungen gewesen" sagt Buzz-Verkaufsdirektor Matthew Walls. Allerdings sei hier das Aufkommen an vollzahlenden Geschäftsleuten am geringsten.

Nachdem sich die in wirtschaftliche Turbulenzen geratene Virgin Express aus dem Berlin-Verkehr zurückgezogen hat, wechselt Buzz zum 25. März von Tegel nach Schönefeld und stockt das Angebot nach London-Stansted auf bis zu vier tägliche Flugpaare auf. Der Hin- und Rückflug ist hier ab 220 Mark zu haben. British Airways, die als Marktführer fünfmal täglich zwischen Tegel nach London-Heathrow verkehren, bieten bis Ende März einen Sondertarif von 403,15 Mark (jeweils einschließlich Steuern und Gebühren, an bestimmte Bedingungen geknüpft).

Die Lufthansa plant, wie berichtet, ebenfalls ab dem 25. März drei tägliche Flüge von Tegel nach London-City. Kiss Air will ab April mit zwei Boeing 737-400 von Heathrow nach Bergamo, Nizza und Turin sowie vorerst einmal täglich nach Tegel starten. "Wir sind keine Billig-Airline, bieten vollen Bordservice und eine komplexe Tarifstruktur", sagt General Manager Jim Welsh. Der endgültige Flugplan sei abhängig von der bis zum Monatsende abgeschlossenen Vergabe der Slots (Start- und Landezeiten) in London. Sollte es hier eng werden, wäre die Route Tegel-Nizza zunächst eine Alternative, so Welsh.

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