Berlin-Marathon : Da kommt was ins Laufen

60.000 Läufer, Skater und Rollifahrer werden beim Berlin-Marathon am Wochenende erwartet. Einige Straßen sind schon jetzt gesperrt. Die BVG lässt längere U-Bahnzüge fahren und will bei Bedarf Sonderzüge bereitstellen.

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Laufen, laufen, laufen. Der Berlin-Marathon ist eines der spektakulärsten deutschen Sportereignisse. -Foto: ddp

BerlinWo laufen Sie denn? Natürlich mitten durch die Stadt, sagenumwobene 42,195 Kilometer: Am Wochenende ist wieder Berlin-Marathon. Am Sonnabendnachmittag startet zunächst der weltweit größte Inlineskater-Marathon. Am gleichen Tag laufen zudem rund 10.000 Schülerinnen und Schüler beim Mini-Marathon mit, der über gut 4,2 Kilometer in der City geht. Am Sonntag folgt der Dauerlauf mit Start und Ziel an der Straße des 17. Juni. Um das zweitägige internationale Sportereignis mit über 60.000 Teilnehmern und rund einer Million Zuschauern stemmen zu können, sind seit Donnerstag einige Straßen gesperrt. Wie jedes Jahr werden viele Busse und Straßenbahnen eingeschränkt fahren. Die BVG lässt die U-Bahnen mit maximaler Waggonlänge und – bei Bedarf – Sonderzüge fahren.

Beim mittlerweile 34. Marathon mussten die Organisatoren besondere Hürden überwinden: Selten wurde auf der Strecke derart viel gebaut: Nadelöhre im Berufsverkehr, Nadelöhre für die Läufer. „Wir haben deshalb extra die Breite des Startbereichs von 16 auf 14 Meter verkleinert“, sagt Organisator Marc Milde von „SCC Running“, so sind mehr Sportler entzerrt über einen größeren Zeitraum verteilt auf der Strecke unterwegs. In jeder „Starterwelle“, so Marc Milde, traben 10.000 Läuferinnen und Läufer an.

Unbeteiligte sollten lieber gleich das Auto stehen lassen

Am Ernst-Reuter-Platz und nahe dem Haus des Lehrers am Alex werden besonders viele Helfer gefährliche Baustellenbereiche abschirmen und den Läufern den Weg entlang der blauen Linie frei halten. Wegen der Bauarbeiten an der Gneisenaustraße und an der Breiten Straße wird die Route „verschwenkt“, das heißt Skater, Rollstuhlathleten und Läufer bewegen sich kurzzeitig auf der Gegenfahrbahn vorwärts. Die internationale Aufsicht nimmt nochmal genau Maß, damit die traditionelle Marathonlänge trotzdem genau eingehalten wird.

Während am Wochenende wieder die gesamte Medienwelt auf diese Stadt schaut, empfiehlt es sich für alle Unbeteiligten, ruhig Blut zu bewahren und das Auto stehen zu lassen. Trotz aller Bemühungen der rund 700 eingesetzten Beamten „werden Verkehrsbeeinträchtigungen auch in diesem Jahr nicht völlig zu vermeiden sein“, heißt es bei der Polizei. 6000 Verkehrszeichen und Sperrgeräte müssen aufgestellt, Verkehrsströme an über 500 Straßenkreuzungen und Einmündungen an der Laufstrecke geregelt werden. Von heute 6 Uhr an werden die Straße des 17. Juni zwischen Großer Stern und Yitzhak-Rabin-Straße sowie Ebertstraße zwischen Scheidemann- und Behrenstraße gesperrt – und es bis zum 4. Oktober, 20 Uhr, wegen des „Deutschland Fests 2007“ weiter bleiben. Über Details zu allen Straßensperrungen informiert der Lauf-Veranstalter auf der Website www.berlin-marathon.com.

Kaum ein Event begeistert das Publikum in aller Welt so wie der Marathon. Tagesspiegel-Leser können Fotos und Videos von den Läufen an die Redaktion schicken: www.tagesspiegel.de/medien/leser-bilder öffnen und die „Upload“-Schriftzüge anklicken. Wir stellen eine Auswahl ins Netz.

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