Berlin-Marathon : Treffpunkt Zielgerade

Am Sonntag um 9 Uhr sausen die Läufer wieder durch die Stadt. Wer den Marathon an mehreren Stellen bestaunen will, sollte seine Route sorgfältig planen. Hier einige Tipps:

Eva Kalwa
Marathon
Lauffieber: Am Sonntag um 9 Uhr sausen die Läufer wieder durch die Stadt. Wer den Marathon an mehreren Stellen bestaunen will,...Grafik: Bartel

Eigentlich haben es die Marathon-Teilnehmer am besten: Ihre Strecke ist beschildert, abgesperrt, mit einer blauen Linie versehen. Als Zuschauer, der an mehreren Stellen die Favoriten vorbeirennen sehen möchte oder einen Läufer betreut, sieht es anders aus: Durchs Gedränge hindurch wird es mitunter schwer, zum nächsten Streckenpunkt zu gelangen. Hier ein paar Tipps:

Für Fußgänger optimal ist die Kombination Start-Ziel: Nach dem Start um 9 Uhr am Kleinen Stern hat man zwei Stunden Zeit, den knappen Kilometer zum Ziel am Sowjetischen Ehrenmal zurückzulegen. Eine Erweiterung ist auch möglich: Durch den Tiergarten zur Otto-von-Bismarck-Allee zum Streckenpunkt bei 6,5 Kilometer (km), dann wieder gen Süden zur Straße Unter den Linden, zur Zielgeraden. Auch von km 21 Nähe U-Bahnhof Yorckstraße zu km 37 an der Kurfürstenstraße ist es nur ein kleiner Fußmarsch.

Als Fahrgast von A nach B zu kommen, gestaltet sich wegen der S-Bahn-Ausfälle schwierig. Mit der U9 kann man vom Hansaplatz – rund einen Kilometer von der Siegessäule entfernt – zum Friedrich-Wilhelm-Platz bei km 25 fahren. Allerdings ist es von dort ohne S-Bahn-Nutzung schwierig, rechtzeitig zum Zieleinlauf der Schnellsten zum Brandenburger Tor zu kommen. Eine andere Möglichkeit: Erst auf der Straße des 17. Juni westlich vom Großen Stern zuschauen, dann Richtung Zoologischer Garten gehen zu km 35, danach schnell mit der U2 bis Mohrenstraße fahren und über die Wilhelmstraße zur Zielgeraden laufen.

Fahrradfahrer haben es leichter, falls sie sich einen Weg durch die Zuschauer – eine Million werden erwartet – bahnen können. Ein möglicher Rundkurs führt von der Straße des 17. Juni zu km 5, Nähe U-Bahnhof Turmstraße, dann wieder an der Siegessäule vorbei zu km 22, Nähe U-Bahnhof Kleistpark, danach zum Potsdamer Platz zu km 39. Dort entweder zur Zielgeraden fahren oder das Rad abstellen und über die Ebertstraße zum Ziel am Brandenburger Tor laufen.

Wer an einem Ort bleiben möchte, hat natürlich zahllose Optionen. Feierfreudige kommen besonders gern nach Schmargendorf: Der Platz am Wilden Eber (km 28) ist traditionell eine Feierhochburg. Uneingeschränkt gute Sicht und kein Gedränge, dafür aber weniger Stimmung erlebt man als Fernsehzuschauer: Der RBB überträgt den Marathon von 8:30 bis 14 Uhr live.

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