Berlin-Marzahn : Die Geheimnisse hinter der Platte

Alles so schön grün hier! Marzahn-Hellersdorf ist besser als sein Ruf. Und hat auch jede Menge kleiner Geschichten zu erzählen. Hier sind einige davon.

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Schön hier! Viel Grün, viele Wohnungen. Und einen Hügel, der ein prima Panorama auf die Stadt bietet.
Schön hier! Viel Grün, viele Wohnungen. Und einen Hügel, der ein prima Panorama auf die Stadt bietet.Foto: André Görke

Das Wappen des Bezirks passt ganz wunderbar. Fünf Ähren, eine Welle, grüner Hintergrund, unten ein Zahnrad. Soll heißen: Marzahn-Hellersdorf hat viel Grün zu bieten. Früher prägte die Landwirtschaft den Ort (daher die Ähren), das Zahnrad steht für die Wirtschaft – also die Mühlen, Berlins größtes Industrieviertel (einst arbeiteten dort 50 000 Menschen) und den Wohnungsbau.

Und die Welle? Die steht für die Wuhle – deren Tal bildete die Grenze zwischen Marzahn und Hellersdorf. 2001 dann: die Fusion. Heute leben hier 251 000 Einwohner. Nicht ganz unbekannt sind die Gärten der Welt in Marzahn (seit 1987).

Berlins Bezirkswappen
Charlottenburg-Wilmersdorf. Drei Lilien, ein blaues Burgtor mit offenem Fallgatter, Kuppeldächer auf den Seitentürmen - links der Adler, rechts ein Pferd. So sieht das Bezirkswappen aus; verliehen wurde es im Herbst 2001 vom Senat.Weitere Bilder anzeigen
1 von 12Foto: Senatsverwaltung
04.03.2013 16:20Charlottenburg-Wilmersdorf. Drei Lilien, ein blaues Burgtor mit offenem Fallgatter, Kuppeldächer auf den Seitentürmen - links der...

Marzahn wurde 1979 als Stadtbezirk gegründet, damals zogen in nur fünf Wochen 15 000 Menschen in die neuen Hochhaus-Siedlungen. Und doch beginnt die Geschichte früher: Nicht ohne Grund heißen die einst so ländlichen Orte ja Biesdorf, Kaulsdorf, Hellersdorf, Mahlsdorf.

Und in Ahrensfelde befindet sich mit 114,5 Metern Berlins dritthöchster Berg – auch er ist größtenteils künstlich. Allerdings besteht dieser im Gegensatz zum Teufelsberg nicht aus Kriegsschutt, sondern verbirgt Bauschutt und Erdaushub für den Wohnungsbau aus den 70ern. Das war übrigens keine DDR-Spezialität: So entstand einst auch der Hahneberg in Staaken, einer Großsiedlung tief im Westen West-Berlins.

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