Berlin-Mitte : Friedrichswerdersche Kirche: Die Zerstörung in Bildern

Schinkels Friedrichswerdersche Kirche wird von Neubauten umzingelt. Das schadet ihr immens. Hier zeigen wir die Bilder aus dem Innern der Kirche.

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Die Friedrichswerdersche Kirche von Karl Friedrich Schinkel in Berlins Mitte ist durch Bauvorhaben in ihrer direkten Umgebung akut gefährdet. Foto: Kitty Kleist-HeinrichWeitere Bilder anzeigen
Foto: Kitty Kleist-Heinrich
23.03.2015 12:31Die Friedrichswerdersche Kirche von Karl Friedrich Schinkel in Berlins Mitte ist durch Bauvorhaben in ihrer direkten Umgebung akut...

Zu den berühmtesten Stadtveduten aus dem alten Berlin gehören die Panoramen, die der Maler Eduard Gaertner ab 1834 vom Dach der wenige Jahre zuvor eingeweihten Friedrichswerderschen Kirche aus geschaffen hat. Im Vordergrund sieht man Ansätze des Daches, die Backsteintürmchen, mit denen Karl Friedrich Schinkel die Fassaden krönte – dahinter geht der Blick ungehindert über die Dächer der Stadt, über zwei- bis dreigeschossige Bürgerhäuser rüber zur Bauakademie und der Nikolaikirche, rüber zum Alten Museum samt Lustgarten oder der Marienkirche.

Das Umfeld hat sich seither massiv verändert, aber der Panoramablick war möglich – bis vor Kurzem. Nun hat sich zur Linken der bis zu sieben Geschosse hohe Rohbau einer Luxuswohnanlage auf einige Meter herangeschoben, auch Richtung Norden wächst ein Betongebirge empor, etwas weiter entfernt, aber doch blickdicht – Schinkel wirkt umzingelt.

Friedrichswerdersche Kirche: Ein Juwel wird zerstört
Die Friedrichswerdersche Kirche von Karl Friedrich Schinkel in Berlins Mitte ist durch Bauvorhaben in ihrer direkten Umgebung akut gefährdet. Foto: Kitty Kleist-HeinrichWeitere Bilder anzeigen
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23.03.2015 12:31Die Friedrichswerdersche Kirche von Karl Friedrich Schinkel in Berlins Mitte ist durch Bauvorhaben in ihrer direkten Umgebung akut...

Und das erste Bauprojekt blieb, wie berichtet, offenbar nicht ohne Folgen für die Kirche: Putz fiel von der Decke, Risse vom Fundament bis zur Decke traten auf, Gewölberippen brachen und die Skulpturenausstellung im Inneren der Kirche wurde schleunigst geräumt.

Jetzt hat sich das jetzt vom Tagesspiegel dokumentierte Innenleben der Kirche dem der benachbarten Schinkel’schen Bauakademie bedenklich angenähert. Die existiert nicht mehr, ist nur ein Potemkinscher Bau aus Gerüststangen und bedruckter Plane – ein immerhin dekorativer Hoffnungsträger für den eventuellen Wiederaufbau. Das Äußere der Kirche hingegen ist zwar nach wie vor Backstein, innen aber verirrt sich der Blick in einem Stangenwald, es wird hier gestützt und dort abgesichert – bis auf Weiteres eine Baustelle.

Erhabene Gefühle sind dort nicht mehr möglich. War man sonst geneigt, die Kopfbedeckung abzunehmen aus Respekt vor der sakralen Urfunktion des Kirchenbaus, so blickt man sich jetzt nach dem nächsten greifbaren Bauhelm um. Kurzum: Ein Bild des Jammers.

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Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten Bilder aus dem hippen/dreckigen/juten, alten Neukölln (je nach Alter und Herkunft).Und stellen zwei knifflige Fragen: In welchem Ortsteil steht das Karstadt am Neuköllner Hermannplatz? Genau, in Kreuzberg (der Bürgersteig ist die Grenze, das überragende Dach gehört zu Neukölln). Und wer sind die beiden Figuren in der Mitte? Das "tanzende Pärchen" steht dort seit den 80ern, erschaffen wurde es von Joachim Schmettau und drehte sich früher sogar mal. Moment: Joachim Schmettau ... Schmettau? Ja, genau, das ist auch der Mann vom markanten Wasserklops am Europa-Center. Foto: Kitty Kleist-HeinrichWeitere Bilder anzeigen
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14.01.2016 08:38Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten...

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