Berlin : Berlin muss Bambi laufen lassen

Die Stadt verliert eine Gala an Hamburg – und bekommt zum Abschied Komplimente von Burda

Joachim Huber

Der Medienpreis Bambi verlässt Berlin. Die diesjährige Verleihung findet am 27. November in Hamburg statt. Burda-Sprecher Nikolaus von der Decken sagte dem Tagesspiegel, „die Entscheidung sei keine Abwendung von der Hauptstadt, sondern eine Hinwendung zu Hamburg“. Seit 1999 und damit vier Jahre lang hintereinander sei Berlin Austragungsort der Verleihung gewesen, „so lange wie keine Stadt zuvor in der über 50jährigen Geschichte des Preises“. Der ausrichtende Burda-Verlag sei mit den Veranstaltungen in Berlin „absolut zufrieden gewesen“, allein im letzten Jahr konzentrierte die Bambi-Verleihung ein weltweit ungeheures Interesse auf die Hauptstadt. Es aber gehöre aber zur Tradition des Medien-Unternehmens, durch den wechselnden Austragungsort „sich zur föderalistischen Vielfalt der deutschen Medienlandschaft zu bekennen“, sagte von der Decken. 1990 wurde der Preis zum Beispiel in Leipzig vergeben, 1996 in München.

Nach Angaben von der Deckens hatte sich Berlin auch für dieses Jahr erneut beworben. „Senatssprecher Michael Donnermeyer hat wieder eine gutes Konzept vorgelegt.“ Die Hauptstadt stand im Wettbewerb mit dem späteren Sieger Hamburg, mit Potsdam (was sich für 2004 mit dem Austragungsort Neues Palais sehr gute Chancen ausrechnen darf) und mit Stuttgart (was 2005/2006 wohl an der Reihe ist). Neben den vier konkreten Bewerbern gab es noch drei weitere Interessenten: Baden-Baden, Nürnberg und Mallorca.

Nach Angaben des Burda-Sprechers erwartet der Verlag vom Austragungsort keine finanziellen Hilfen, sondern Unterstützung bei der Infrastruktur, so müsse es eben „eine geeignete Location“ geben. In Berlin fand die Bambi-Gala zuletzt im „Estrel Convention Center“ statt.

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